Ueber Entwicklungs- und Kreislaufverhältnisse kleinzelliger Rundzellensarkome der Muskeln ... / vorgelegt von Theodor Klein.
- Klein, Theodor
- Date:
- 1886
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Credit: Ueber Entwicklungs- und Kreislaufverhältnisse kleinzelliger Rundzellensarkome der Muskeln ... / vorgelegt von Theodor Klein. Source: Wellcome Collection.
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![Zwischenbindegewebe des Mutterbodens handele. Diese An¬ sicht wird auch vollständig von Virchow vertreten. Er sagt (Onkologie II, S. 221): „Wo zusammengesetzte Organe wie Muskeln, Nerven, Drüsen befallen werden, da erhalten sich die specifischen Elemente derselben gewöhnlich lange genug, um auch ungeübten Beobachtern die Ueberzeugung zu geben, dass nicht die specifischen Elemente, sondern das interstitielle Ge¬ webe der Ausgangspunkt der Neubildung ist.“ Gegen diese Annahme hatten sich aber schon lange Stimmen laut werden lassen, die gestützt auf Untersuchungen, bei denen sie eine Vermehrung der Muskelkerne in der Nähe der Geschwulst fanden, und angeregt durch die Forschungen von Schröder van der Kolk, Neumann, C. O. Weber, Förster, Bardeleben, Lebert u. a. m., die eine Beteiligung der Muskelkerne an der Bildung von Krebszellen annehmen zu dürfen glaubten, nun die Ansicht aufrecht erhielten, dass es sich hier ebenlalls um eine Beteiligung der Muskelprimitivbündel an der Sarkombildung handele. Diese Ansicht wurde dann noch wesentlich gestützt durch die Beobachtungen von Dr. A. Sokolow aus St. Peters¬ burg (,,Ueber die Entwicklung des Sarkoms in den Muskeln“ Virch. Arch. B. LVII, S. 321 ff.), der durch seine Untersuchungen an kleinzelligen Spindelzellensarkomen zur Evidenz nachgewieser zu haben schien, dass es sich in diesem halle um nichts anderem als .eine Umwandlung des Muskelgewebes in Sarkomgewebt handle. Ein genaueres Literaturverzeichnis und genauere Aus einandersetzung über den Gang der Untersuchungen, die dieser Gedanken nahe legten, finden sich in der Einleitung zu seine: Arbeit, so dass ich wol darauf verweisen zu dürfen glaube Er kommt dann am Ende seiner literarischen Zusammenstellung zu dem Schluss, „dass bei Muskelsarkomen die Metamorpho sirung der wenn auch vermehrten Muskelkörperchen in di< Elemente der Geschwulst bis jetzt noch von Niemand beschriebe] worden sei, und geht dann zu seinen Untersuchungen über die diese Umwandlung zu bestätigen scheinen. Er fand dabe in Zerzupfungspraeparaten (1. c. p. 343) zwischen einer Meng von unveränderten oder atrophisch verdünnten resp. fettig degenerirten Muskelfasern auch solche, deren Kerne geteil waren. Diese lagen gewöhnlich zu 2, 3 bis 6 und darüber ii](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30581060_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)