Die Krankheiten in der Marine : geographisch und statistisch nach den reports on the health of the Royal Navy / dargestellt von C. Friedel.
- Friedel C. (Carl), 1833-1885.
- Date:
- 1866
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Credit: Die Krankheiten in der Marine : geographisch und statistisch nach den reports on the health of the Royal Navy / dargestellt von C. Friedel. Source: Wellcome Collection.
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![von congestivem Charakter zuweilen, mit Convulsionen, cyanotischem Gesicht und Bewufstlosigkeit, fast epileptischen Anfällen ähnlich, auf- treten. Später haben sie dort diesen ihren Charakter fast ganz geändert. „Dido brachte Malariafieber aus dem Sarawak-Flusse (Borneo), im Mai acquirirt, zur Beobachtung, die, im Gegentheil zu den chinesischen, niemals mit Dysenterie oder Durchfällen complicirt waren; „Wanderer dergleichen von den Küsten Sumatras, die sich wieder durch häufige plötzliche Ohnmachtsaufälle auszeichneten und neben Chinin zunächst starke Stimulantien erforderten. Aus Bombay stammten im Juni bis August viele Remittenten auf „Clio, während später der persische Golf ziemlich frei, Buschir am Shatelarab und Bassorah, im November, gänz- lich frei sich erwiesen. Aus Singapore nahm „Harlequin im November und December viel Remittens mit, bei schlechtem Wetter und vieler Arbeit; Stadt imd Rhede sind gesund (bis auf das neue Etablissement bei New-Harbour, Ref.). Lombook (östlich von Java), eine reich bebaute Insel mit Reiscultur, war aber im Juni höchst gefährlich; Fieber und Dysenterie herrschten hier unter den mit Bootsdienst beschäftigten Leuten so heftig wie auf der chinesischen Küste. Auch Port Essington ergab im August Malariafieber und Typhus, während es in der kühleren Zeit gesund befunden wurde. 1856 fanden die Schiffe, welche längs der Küsten von Cambodja und Cochinchina segelten, auf diesen zwar ebenfalls Malaria, aber ihre Wirkungen waren milder als die der chinesischen Küste und wichen schon der Behandlung nach 7—8 Tagen, w^ährend die von Trincomali durchschnittlich 18 Tage erfordern. Die japanischen Gewässer, sowie die chinesischen Küsten nördlich von 35 waren verhältnifsmäfsig fieberfrei. Im Süden waren Canton, Wham])oa und die sämmtlichen Ankerplätze zwischen Hongkong und ersterem Ort wieder Quellen für Malariafieber; nur die Bocca-Forts schienen etwas günstiger gelegen zu sein. Beson- ders im Herbst nahmen, nach Entblöfsung der Reisfelder durch die Ernte, die Fieber an Bösartigkeit zu. 1857 wird vom „Sanspareil im October in Calcutta eine eigenthümliche fieberhafte Krankheit gemeldet, mit Frost, Kopfschmerz, heifser Haut, TJebelkeit, Schmerzhaftigkeit aller Glieder und der Wirbelsäule, Unmöglichkeit der Bewegungen, ohne hohe Pulsfrequenz und ohne gastrische Symptome, bei 229 Individuen. Ganz ähnliches Fieber herrschte aber gleichzeitig ebendaselbst auf „Belleisle bei 150 Individuen und wird hier „Remittens genannt und auf die Ex- halationen einer schwarzen, fötiden Schlammbank im Hafen bei Fort](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2171695x_0151.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


