Die Adenomyome und Cystadenome der Uterus- und Tubenwandung : ihre Abkunft von Resten des Wolff'schen Körpers / von Friedrich v. Recklinghausen.
- Friedrich Daniel von Recklinghausen
- Date:
- 1896
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Credit: Die Adenomyome und Cystadenome der Uterus- und Tubenwandung : ihre Abkunft von Resten des Wolff'schen Körpers / von Friedrich v. Recklinghausen. Source: Wellcome Collection.
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![f 50 Schilderung der beobachteten Tumoren. vorliegt. Auch an den vielen grösseren (1—2 mm) Cysten ist immer noch eine Faserwand zu erkennen, stellenweise sicherlich noch muskulärer Natur. In dieser sitzen kleinere, gleichsam secundäre Cystchen oder Drüsen- schläuche. Auch abwärts von der Tuba, also zwischen dem Gefässbündel, welches hier aus dem Ligamentum latum in den Tubenwinkel einstrahlt, werden noch vereinzelte kugelige Cystchen aufgefunden, sogar ein mit niedrigem Epithel bekleideter gewundener Schlauch, offenbar ein erweiter- ter Drüsenschlauch, welcher in die grössere Cyste einmündet. Fall XL Adenoeystom des linken Tubenwinkels. Kleines Adenomyom der Ventralwand des rechten Uterushorns. Links Epoophoroncyste und Gartner'scher Kanal. L. Pulü, 31.J., PhosnL^w0«ui]^iji^^mal, vor einigen Jahren, geboren. Sohwangei'schaftsnarben. ff\* Uteruskörper breit uw^^latt: seine Länge 50,Cäe\iie Breite am Fundus 60, Dicke links 25, rechts 32, indemlhier wIMm MMletw**d emelflache Erhöhung besteht, Länge des ganzen Uterus 80. D\ Mutteimmnd weit klaffend/eine Längsfurche in dem linken Seitenrande der Cervix, offenhar ein vernarbtei- Riss^fpaltet die Wand bis zur Höhe des inneren Muttermundes,: die ScTOig^tjilf?A.iWjprfaufgez(igen. Am linken Tubenwinkel hinten fast auf der Hö|e eine kleine, erosengrosse derbe Erhöhung, aber die Serosa hier, wie auch an den übrigen Genitalien vollkommen glatt; die Serosa der Lig. lata trägt kleine Cysten. Linker Eierstock auffallend lang, 45 : 12, rechter 35 : 20. Links ragt im lateralen Ende das Lig. latum eine kirschengrosse (15) Cyste und zwar am stärksten an der ventralen Seite hervor, auf beiden Seiten von glatter Serosa überzogen, durchschei- nend, und eine, wie es scheint, dünne Flüssigkeit enthaltend. An beiden Tuben sitzt je in ihrer Mitte noch eine miliare seröse Cyste auf. Ein Parovarium ist rechterseits gut zu erkennen, wenn auch nicht sehr kräftig. 1. In der Tiefe unter dem Höckereben am linken Tubenwinkel er- öffnet der Durchschnitt, der erst nach einfacher Alkoholerhärtung gemacht wird, eine horizontal, d. i. parallel dem Scheitelrand gelagerte, 5 mm lange und 4 breite Cyste, welche ihren flockigen Inhalt sogleich ausfliessen und eine ganz glatte Innenfläche, nur an einer Seite ein kleines Grübchen tragend, erkennen lässt. Diesen Verhältnissen entspricht es, dass sich bei der mikroskopischen Untersuchung hart neben der makroskopischen Cyste noch 3 Cystchen auffinden lassen, die zum Theil wenigstens mit- einander' communiciren, ob mit der grossen Cyste, ist an den 2 vorliegen- den Schnitten nicht zu entscheiden. Die Epithelauskleidung besteht an allen diesen Cysten aus einer einzigen Schicht kubischer Zellen, die aber an den ..seeundären Cysten sehr niedrig, abgehoben und streckenweise defect, an der grossen „primären Cyste höher und hier auch mit deut- lichen Plimmerhaaren gekrönt sind. Eine besondere Wandschicht unter dem Epithellager ist nur an dieser Cyste vorhanden, nämlich eine parallel-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2107379x_0062.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)