Beiträge zur normalen und pathologischen Anatomie des Auges / von Th. Sämisch.
- Saemisch, Th. (Theodor), 1833-1909.
- Date:
- 1862
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Credit: Beiträge zur normalen und pathologischen Anatomie des Auges / von Th. Sämisch. Source: Wellcome Collection.
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![hatte solche nur am Rande derselben beobachtet, und zwar hier in einer eigenthümlichen Beziehung zu den Nerven. Seine Worte lauten (72): »Doch ergab die weitere Untersuchung, dass die stärk- sten Stämme nahe dem Hornhautrande ganz deutliche, doppelt con- tourirte Nervenfasern enthielten. Sie stimmten in Vertheilung und Form mit den von His beschriebenen, von W. Krause mit Unrecht bezweifelten Nervenfasern überein. Immerhin war die Beobachtung interessant, dass die feinsten Nervenfasern der Hornhaut in Kanälen verlaufen, mit welchen die Saftkanäle Zusammenhängen«. Die von dem genannten Forscher empfohlene Behandlung der Objecte mit einer Lösung von Arg ent. nitric. wurde auch von mir versucht, da ich hoffte, durch diese Gewissheit über die Natur der fraglichen Gebilde zu erhalten. Dem trat aber leider ein Umstand hindernd entgegen: Es war mir nämlich nicht möglich, nach der Silberimprägnation das Epithel von der Cornea so zu entfernen, dass ich sicher war, jeden Insult der Membran dabei vermieden zu ha- ben. Es wollte mir dies auch nicht gelingen, nachdem ich die Coi-nea noch mit der Essigsäurelösung behandelt hatte. Ich erhielt zwar hie und da einige, von Epithel befreite Bezirke, an denen ich die Schläuche wieder zu erkennen glaubte, allein es war mir nicht möglich, die nach der Silberwirkung auftretenden, die Lymphge- fässe als solche charakterisirenden Merkmale, wie sie von Reckling- hausen angegeben, zu erkennen; nämlich die buchtige Erweiterung derselben an den Theilungsstellen, das Hervortreten des Epithels. [His *) konnte sich von dem allgemeinen Vorkommen des Epithels in den Wurzeln des Lymphgefasssystems nicht überzeugen.] In- jectionen mit Oel in die Membran hatten gleichfalls ein negatives Resultat. Ueber das Vorkommen der Lymphgefässe in der Cornea führe ich noch an, dass Kölliker1 2) am Rande der Cornea einer Katze neben den Blutkörperchen haltenden Capillarschlingen, blasse, viel 1) Ueber die Wurzeln der Lymphgefässe in den Häuten des Körpers und über die Theorien der Lymphbildung. Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie. B. XII, H. 2. 2) Handbuch der Gewebelehre, 1859, pag. 621.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22332881_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)