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Credit: Über subphrenische Abscesse / von Karl Maydl. Source: Wellcome Collection.
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![bleibt meist unbedeckt und ruht dem oberen Ende der linken Niere auf. Diese selbst ist rückwärts ganz peritonealfrei und liegt mit ihren oberen zwei Dritteln dem Diaphragma an. Die obere Hälfte der Vorder- fläche der Niere ist von Peritoneum überzogen, die untere aber allen Serosaüberzuges bar und durch die Gland. supraren. und das Pankreas von der Bursa omin. maj. (hinter dem Magen) getrennt. Die untere Hälfte bekommt manchmal eine Peritonealüberkleidung von dem die Hinterwand des Bauchraumes überziehenden Bauchfell und liegt mit der Hinterfläche schon mehr dem Musculus psoas auf. — Die Vorder- fläche des Magens hat einen Serosaüberzug, der in die grosse Peritoneal- höhle hineinsieht, die Hinterfläche ebenso ein seröses Blatt, das die Vorderwand des Cavum oment. maj. bildet. Das hintere Blatt desselben Raumes überzieht die Vorderfiäche des Pankreas und das Endstück des Duodenums, resp. Anfangsstück des Jejunums. Der seröse Überzug des Magens läuft nach abwärts und schliesst wieder aufsteigend und aus- einanderweichend das Colon transversum in sich, worauf das obere Blatt des Mesocolon transv. aufs Pankreas (als hintere Wand des Cavum oment. maj.) übergeht, das untere in das Dünndarmmesenterium. Da ein überaus grosser Theil des Magens endocostal liegt, so konnte auch ein grosser Theil direct dem Diaphragma anliegen, doch wird er ge- wöhnlich, bis auf ein recht kleines Dreieck zwischen linkem Leber- lappen, Vorderwand der Milz und Flex. lien. coli transv., von den eben genannten Organen gedeckt. Fast überall sieht daher der Magen mit einer von einem anderen Organe gedeckten Serosaoberfläche in den subdiaphragmatischen Raum. Nur knapp an der Kardia — zwischen dieser und der Milz — kann man eine Stelle trefi'en, wo der Magen dem Diaphragma nackt anliegt; eine andere liegt über der Verbindungs- stelle der Bursa omin. maj. und min. Es können also vom Magen sowohl intra- als extraperitoneale subphrenische Abscesse angeregt werden. So auch von der Milz, je nach der Stelle, wo ein Milzherd durchbricht. Dagegen sind intraperitoneale subphrenische Abscesse von der linken Niere und vom links gelegenen Theile des Pankreas und vom Duodenum ausgehende linksseitige subphrenische Abscesse schwerer denkbar. Vom linken Leberlappen könnte ein Abscess nur dann extra- peritoneal sich entwickeln, wenn er an der Stelle des Lig. triangul. hep. ins subphrenische Zellgewebe einbräche. —■ Dass chronische Abscesse um die untere oder in der unteren Hälfte der linken Niere zur Senkung nach abwärts neigen werden, lehrt die oben erwähnte Lagerung der Niere auf dem Psoas. Auf der rechten Seite enthüllt uns ein sagittaler Längsschnitt (Taf. V.) durch den Muse. rect. abd. folgende Verhältnisse: Nahezu die ganze Höhlung des Diaphragmas ist vom rechten Leberlappen ausgefüllt, nur rückwärts unten legt sich in eine flache Depression die Niere, diese mit der oberen Hälfte ihrer Hinterfläche ans Diaphragma, mit der unteren Mayd], Über subphrenische Abscesse. '^](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21066693_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


