Augenheilkunde und Ophthalmoskopie : für Aerzte und Studirende / bearbeitet von Hermann Schmidt-Rimpler.
- Schmidt-Rimpler, Herman, 1838-1915.
- Date:
- 1901
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Credit: Augenheilkunde und Ophthalmoskopie : für Aerzte und Studirende / bearbeitet von Hermann Schmidt-Rimpler. Source: Wellcome Collection.
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![sein (Figur 47), bei Augen mit grösseren£Winkel y ein AuswärtsscMelen (Figur 48). Donders, der diese Beziehungen zuerst erforscht, hatte sie irrthümlicher Weise auf das Verhalten des Winkels « bezogen: eines 'Winkels, der von der Gesichts- linie [Gi (VI und der Achse der Bornhaut [h a] gebildet wird. Da letztere in der Regel auch annähernd durch die .Mitte des betreffenden Eornhautschnittes geht i es würde demnach M mit h ungefähr zusammen!'allen; in Figur 47 sind sie der Uebersichtlichkeit wegen zu stark auseinander gerückt), so ist praktisch keine erhebliche Differenz zwischen dem Winkel a und dem Winke] y (Mauthner). Her Cüiarmuskel (Figur 49M) des myopischen Auges ist nach hinten gerückt; dicker und länger (Arlt) als bei Emmetropen. Nach Iwanoff 's Untersuchungen findet eine Hypertrophirung der meridionalen Muskel- fasern statt, gegenüber dem emmetropischen [E] und hypermetropischen Auge [11 j: die circulären treten hingegen sein- zurück. Doch scheint diese Differenz vorzugsweise durch die verschiedene Länge der Augen- achsen bedingt. Bei der Vergrösserung der letzteren im myopischen Auge werden die circulären Fasern auf ein kleineres Territorium zu- sammengedrängt, während die radiären und meridionalen Fasern mehr ausgedehnt werden (Herzog Carl Theodor). Da der myopische Augapfel sich besonders in der Richtung der Augenachse vergrössert, so erhält er eine eiförmige Gestalt. Die Seleralpartien der hinteren Bulbushälfte sind verdünnt und ausgedehnt. Die allgemeine Ausdehnimg kann noch partiell eine umschriebene Erweiterung von der temporalen Seite des Seh- nerven zur Macula lutea hin erfahren, „Staphyloma posticum (Scarpa) Figur 50 Sta; linkes Auge). Die Sclera ist hier besonders verdünnt [s], die Chorioidea zeigt atrophische Partien, öfter ist auch der Glaskörper abgehoben [a]. Gleichzeitig findet sich eine Ver- grösserung des Zwischenraumes zwi- schen der äusseren und inneren Seh- nervenscheide [t]. Im Gegensatz zu diesen Staphylo- men pflegen sich die weissen Sicheln, Coni, in anderer Weise zu entwickeln. Mit der Ausdehnung des Augapfels in der Richtung der Augenachse wird von der nasalen Seite (n) der Papille her der Seleralrand mit Chorioidea und Netzhaut schnabelförmig über den Sehnerven-Querschnitt herübergezogen (Nagel), während gleichzeitig an der temporalen Seite eine stumpfwinklige Ab-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21167990_0089.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)