Über die Willenstätigkeit und das Denken : eine experimentelle Untersuchung mit einem Anhange: Über das Hippsche Chronoskop / von Narziss Ach.
- Narziß Ach
- Date:
- 1905
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Credit: Über die Willenstätigkeit und das Denken : eine experimentelle Untersuchung mit einem Anhange: Über das Hippsche Chronoskop / von Narziss Ach. Source: Wellcome Collection.
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![geschalteten Widerstände sind mit Ai A2 A3 A4 sowie mit Wi W2 W3 W4 bezeichnet ^ Die Messung selbst geht in der Weise vor sich, daß das Pendel die quer stehenden Hebel von C und 7\ zm’ Seite schlägt und so den Strom in III und II schließt, wodurch Signal 111 einen Schlußstrich angibt und der Zeiger des Chronoskopes läuft. In diesem Zeitpunkt macht auch Signal I eine Marke an der Trommel. Die Differenz der von den beiden Signalen (HI und I) angegebenen Marken gibt uns die Latenzzeit für Stromschluß. Hat nun das Pendel eine bestimmte Zahl von Schwingungen ausgeführt, so werden dann, wenn es sich auf dem Rückwege einer Schwingung befindet, die Hebel der beiden Kontakte ^1 und 7]i quer gestellt, so daß hier jetzt SchließungseinsteUung (quer) besteht. Hierauf wird durch Wenden des Bügels von P4 der Strom in den Zweigleitungen ^ mid y der Stromkreise HI und n imterbrochen. Das Pendel schlägt die Hebel von Ci imd zur Seite, so daß auch in diesen beiden Zweigleitungen Öffnmig bewirkt wird, und an den Öffnungsmarken der Signale HI imd I die Latenzzeit für die Stromesöffnung abgelesen werden kann. Außerdem wird die gesamte Dauer der Kontrollzeit am Chronographen abgelesen und mit der Chronoskop-Angabe ver- glichen. Auf diese Weise stellte ich Zeiten bis zu 10 Sekimden her, welche sich trotz ihrer Länge durch eine große Übereinstimmung auszeichnen. So betrugen die am Chronoskop abgelesenen Werte von 11 auf einander folgenden Messungungen: 9617, 9617, 9618, 9617, 9617, 9618, 9619, 9617, 9617, 9617, 9618 u, also unter 11 Bestimmungen trat 7 mal der gleiche Wert auf! Um den Hebel'von und t^i während der Bewegung des Pendels leicht in die Schließmigseinstellimg (quer) überführen zu können, bediente ich mich einer pneumatischenZusatz- einrichtung. Diesselbe besteht aus einem kleinen Metall- zylinder 0, welcher am Pendelkontakt (Fig. 3) befestigt ist. In 1. Als Stromquellen dienten Akkumulatoren sowie die elektrische Leitung unter Vorschaltung des Euhstrat sehen Anschlußapparates, der unter d beschrieben ist. Bei den ersten Messungen (Chronoskop A) bestand die Stromquelle A2 aus 16 hinter einander geschalteten Zellen einer Meidinger Batterie.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28067289_0274.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)