Die Psychologie des Nicolaus Cusanus : nach ihren Beziehungen zur hellenistischen und scholastischen Philosophie / von Peter Neumann.
- Neumann, Peter
- Date:
- 1912
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Psychologie des Nicolaus Cusanus : nach ihren Beziehungen zur hellenistischen und scholastischen Philosophie / von Peter Neumann. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Universitäten Heidelberg (1416) und Padua (1418—1423) als Begleiter mitgab. In Padua erwarb sich Nikolaus Krebs im kanonischen Recht den Doktorgrad. Aber auch für die anderen Zweige des Wissens, besonders für altklassische Literatur, Philosophie und Mathematik zeigte er ein reges Interesse, und 1425 bei seiner Übersiedlung nach der Universität Cöln brachte er aus Italien das Bestreben mit, die Ansichten der Alten in ihren Originalen kennen zu lernen?) und nach alten Handschriften zu forschen. Erstaunliches Glück hatte Nikolaus „LIreverensis* in der Cölner Dombibliothek und in Trier. Er entdeckte eine kostbare Plautus-Handschrift in Antiqua, welche — aulser vier von den erhaltenen — zwölf verloren geglaubte Lustspiele des Plautus?) enthielt; aufserdem fand er einen Kommentar des Maecrobius zu Ciceros Traum des Seipio, Exzerpte des Sedulius Seotus aus Cicero und andern römischen Prosaikern und Dichtern, Plinius’ Historia naturalis, _ viele theologischen Schriften und Auszüge u.a.m. nach Berichten der Humanisten „S00 sehr alte Handschriften‘. Der Kardinal- Legat Orsini, der Begründer der nach ihm benannten Ab- teilung der vatikanischen Bibliothek, machte den jungen Doktor, dessen Funde grolses Aufsehen in der humanistischen Welt erregt hatten, 1427 zu seinem Sekretär und lockte 1) De eoncordantia cath., Praefatio AA II. 2) Die Plautus-Handschrift kam als codex Ursianus in die vati- kanische Bibliothek und trägt die Bezeichnung Vaticanus 3870. Demnach findet sich bei Martin Schanz (Röm. Literaturgesch., München ], 1. S. 105) eine Ungenauigkeit; Sch. behauptet „Nikolaus von Trier“ habe die Hand- schrift erst gelegentlich des Baseler Konzils gefunden. In Wirklichkeit erwarb Nikolaus 1433 zu Basel für italienische Humanisten den Donatus Kommentar zum Terenz, den der Gräzist Aurispa in Mainz entdeckt hatte. Cir. Ritschl, Rhein. Mus. 4 (1836), p. 156; Eos 2 (1866), p. 352; Meister l. c. — Cod. Vat. 3227 s. XL, Macrob. comm., hat Orsini wahrscheinlich 1429/30 von N. C. zum Geschenk erhalten. — Zu Cues. ms. Nr. 52, den aus Trier resp. Lüttich stammenden Exzerpten des Iren Sedulius aus Cicero in Pisonem, de inventione, pro Flacco, pro Fonteio, Philippicae, Para- doxa, de republica, „Cyceronis* ad Herennium, aus Seneca de moribus, Vegetius de re militari, Frontinus strategematicon, Lactantius, Rufinus de metris oratorum, aus den Seriptores historiae Augustae, zu den Zitaten aus Horaz, Virgil, Publ. Syrus, Catull, Claudian, Marius Plotius, Lucrez, Caecilius, Terenz, Ennius, Livius Andronicus, den Auszügen aus Venantius Fortunotus, Priscian, zu den Fragmenten des Valerius Maximus vgl.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33628269_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)