Zur Therapie des Myeloidsarcoms ... / vorgelegt von Friedrich Thilo.
- Thilo, Friedrich (Friedrich Hermann Carl Thilo), 1851-
- Date:
- 1889
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Credit: Zur Therapie des Myeloidsarcoms ... / vorgelegt von Friedrich Thilo. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![kernige Riesenzellen einschliessen. Sie findet sich vorwiegend am Knochen, aber auch in anderen Organen. Während sie nun bei ihrem Auftreten an anderen Körperstellen als maligne Geschwulst bezeichnet werden muss, neigt das Myeloidsarcom des Kieferrandes zu1 einem mehr gutartigenV erlauf und veranlasst höchstens lokale Recidive. Die Myeloidsarcome des Kieferrandes gehören zu den ver-: hältnissmässig nicht selten vorkommenden Neubildungen; so wurden: auf der Klinik des Herrn Geheimrath v. Esmarch in Kiel in 20 Jahren 37 Fälle beobachtet. Besondere Ursachen für diel Entwicklung derselben lassen sich nicht nachweisen; zwar ist mehrfach die Ansicht geäussert, dass die Dentitionsperiode, besonders j die zweite, von Einfluss sei, und wird namentlich von Billroth vertreten, weil er mehrere Fälle, die in diesem Alter auftraten, ] beobachtete, allein die weiter unten angegebenen Tabellen — eine! über die in der Kieler Klinik in den Jahren 1858—78 beobachteten) Fälle, die andere aus Londoner Hospitälern2) zusammengestellt: sprechen nicht dafür: Hier sind alle Lebensalter vom 2. bis 63.: Lebensjahre vertreten und nur 5 Fälle gehören der Dentitionsd periode an; ja, Prof. E. Neumann in Königsberg erwähnt3) sogar; einen Fall von congenitaler Epulis! Hingegen scheint das Geschlecht einen gewissen Einfluss zu: haben: in der den Londoner Spitälern entnommenen Tabelle stellt sich das Verhältniss zwischen männlich und weiblich aufrj 3:5. in der Kieler Tabelle ist es nahezu 1 : 2, und Billroth führt! 9 Fälle aus der Züricher Klinik an, welche sämmtlich das weibliche! Geschlecht betrafen, so dass das letztere in der That häufiger! befallen zu werden scheint. Ob dieses, wie Heath 4) meint, seinen) Grund darin hat, dass die Frauen besser Schmerzen ertragen) können und sich nicht so leicht zur Extraction cariöser Zähne] bewegen lassen, wie Männer, und dadurch mehr Anlass zu Neu-: bildungen bieten, ist schwer nachzuweisen. Ein überwiegendes Vorkommen am Ober- oder Unterkiefer ' lässt sich aus den Tabellen nicht erkennen; am Oberkiefer sassen 3t, am Unterkiefer 32 Fpuliden. — 9 Langenbecks Archiv X pag. 107. 2) Medical Times and Gazette, Sept. ßrd 1859. 3) Archiv für Heilkunde 1871 pag. 189. 4) Lancet, June 13^ 1857.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30584279_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)