Die anorganischen Bestandtheile der Leber und Milz und der meisten anderen thierischen Drüsen : ein Beitrag zum physiologischen Zusammenhang zwischen Leben und Leiche : von der Universität Würzburg gekrönte Preisschrift / von Heinrich Oidtmann ; mit einem Vorwort von Dr. Scherer.
- Oidtmann, Heinrich.
- Date:
- 1858
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Credit: Die anorganischen Bestandtheile der Leber und Milz und der meisten anderen thierischen Drüsen : ein Beitrag zum physiologischen Zusammenhang zwischen Leben und Leiche : von der Universität Würzburg gekrönte Preisschrift / von Heinrich Oidtmann ; mit einem Vorwort von Dr. Scherer. Source: Wellcome Collection.
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![gerufenen Krankheitsformen, wiez. B. bei Chlorose, Hydrae--) mie, Scrophulosis, Tuberculosis; auf der einen Seite centralesj Wasserergiessungen in die Körperhöhlen und peripherische* in das Unterhauszellgewebe, auf der andern Seite Neigung zui Trombusbildung, Faserstoffgerinnungen, plastischen Wucherun-j gen und Ablagerung von Proteinverbindungen, wozu freilichtj auch die gesunkene Energie des Gefässsystems und die Laxi- tat der Venenwände das Ihrige beitragen mögen. Dass der Eisenmangel im Blute wirklich nicht bloss Folge-) zustand sondern vielmehr Ursache aller dieser Krankheit»-; Symptome ist, beweisen einmal die chemisch-pathologischen! Befunde besonders des Blutes und der drüsigen Organe, danm spricht aber auch und zwar hauptsächlich dafür der günstige Einfiuss der Eisenpräparate, welche als Medikamente gegeni die erwähnten Krankheitsformen verabreicht werden. Die gün-. stige Wirkung derselben Hesse sich folgender Weise erklären: Das in den Blutstrom etwa therapeutisch eingeführte Eisen zieht nämlich als eine Art Sauerstoffabieiter den durch die Lungen eingeathmeten Sauerstoff dergestalt an sich, dass da-v durch die Zahl der Blutscheiben vermehrt (Hämatinbildung) ( und zugleich, wie aus den Beobachtungen Andral's undt Gavarret's zu resultiren ist, das Albumen vor der fibrin-.J bildenden, das Fett vor der schmelzenden, verseifenden Ein-J Wirkung des Sauerstoffs geschützt wird. Ohne mich für jetzt auf das unerquickliche Studium unci auf eine monographische Beschreibung der Rollen einzulassen^ welche das Eisen im Hämatin und den verwandten normaler]! pathologischen Farbstoffen einnimmt, erwähne ich im Vorbei«» gehen noch der exakten Experimente und klassischen Arbei-H ten Virchow's über dieses Thema, sowie der verdienstvoll len Untersuchungen Mulder's, Scherer's, Sanson'ij und Lecanu's; und gehe schliesslich über zu einigen Eigen? thümlichkeiten im Verhalten des Eisens bei seiner Analyse. In fast allen Drüsenaschen fand ich im wässerigen Aus^ü zug, mochte er nun der bloss verkohlten Masse oder de>p weiss gebrannten Asche entzogen sein, stets eine mehr wenii; ger bedeutende Menge Eisen, welches sich zuerst dadurcl i verrieth, dass nach dem Abdampfen die eingetrockneten Ring:i der Substanz gegen die weisse Lasur der Porzelanschälche: I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286998_0160.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)