Erfahrungen mit weiteren dem Chinin nahestehenden Alkaloiden und einigen ihrer Derivate bei Malaria : ausführliche Mitteilung / von G. Giemsa und H. Werner.
- Giemsa, G. (Gustav)
- Date:
- 1914
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Credit: Erfahrungen mit weiteren dem Chinin nahestehenden Alkaloiden und einigen ihrer Derivate bei Malaria : ausführliche Mitteilung / von G. Giemsa und H. Werner. Source: Wellcome Collection.
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![leicht stärker antiparasitär wirkenden Hydroprodukte (Hydrochinin, Tetrahydrochinin) erfahren würde. Da die Heildosis des Chinins bei weitem am besten studiert war, lag es nahe, die Hydroprodukte dieser Pflanzenbase zunächst zu untersuchen. Einen weiteren Ansporn zu diesen Studien erhielt Giemsa bei der Durchsicht der Literatur über die Herstellungsweise der be- treffenden, damals im Handel nicht befindlichen Körper, aus welcher hervorging, daß dem Hydrochinin von einigen Forschern (s. Hesse [16]) eine antimalarische Kraft zugeschrieben wurde, welche der des Chinins „mindestens“ ebenbürtig war. Auf diesen Tatsachen und Überlegungen fußend und mit Rück- sicht darauf, daß die z. T. sehr geteilten Ansichten über den phar- makodynamischen Fffekt der Chinaalkaloide bei Malaria an und für sich einer mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden ausgeführten Revision dringend bedurften, wurde der Gesamtplan der Unter- suchungen entworfen, in welchen naturgemäß auch die anderen wichtigeren Chinaalkaloide und deren Hydroprodukte eingeschlossen wurden. Unsere Versuche, über welche wir nachstehend an der Hand von Fieberkurven berichten und auf deren Ergebnisse wir bereits früher in einer vorläufigen Mitteilung (2) kurz hingewiesen haben, erstreckten sich auf Chinidin (Conchinin), Hydrochinidin (Hydro- conchinin), Cinchonin, Hydrocinchonin, Cuprein, Ohinäthy- lin, Chinopropylin, während die früheren vorzugsweise der Prüfung des Dihydro- und Tetrahydrochinins galten. Obschon sich 1904 bereits Mariani (17) mit einigen dieser Pflanzenbasen, dem Cinchonin, CUhinidin und Cuprein ziemlich ein- sehend befaßt hat, zogen wir auch diese Körper in den Kreis unserer Untersuchungen, weil die Blutprüfung nach den Angaben Marianis nur sehr selten erfolgte und uns daher ungenügend er- schien und weil unsere ganze Versuchsanordnung auch sonst eine präzisere Beantwortung der gestellten Fragen gestattete. Es lag uns ferner sehr daran, diese Prüfung gerade an unserem hiesigen Krankenmaterial vorzunehmen, nachdem wir hier zur Genüge Ge- legenheit hatten, das Chinin als Standardheilmittel zu erproben und so über einen sehr sicheren Vergleichswert verfügten. Die Applikation geschah ausschließlich per os. Um einer vollkommenen Resorption der Alkaloide sicher zu sein, gaben wir diese, wo irgend tunlich, in Form leicht löslicher Salze, und zwar meist als Chlorhydratee Auf derartige Salze beziehen sich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33436010_0004.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


