Pseudogaleni in Hippocratis De septimanis commentarium ab Hunaino q. f. arabice versum / ex codice monacensi primum edidit et germanice vertit Gotthelf Bergstraesser.
- Galen
- Date:
- 1914
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Credit: Pseudogaleni in Hippocratis De septimanis commentarium ab Hunaino q. f. arabice versum / ex codice monacensi primum edidit et germanice vertit Gotthelf Bergstraesser. Source: Wellcome Collection.
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![f soll in diesem Buch | ausreichend lesen. Jetzt aber kehren wir zu dem zurück, wobei wir waren, und sagen: Hippokrates sagt: es ist die Pflicht des Arztes, zu wissen, daß die Natur es ist, die in den 1 © 50'a Krankheiten | auch die Körper aufrecht erhält, und daß sie es ist, die die Ursachen der Krankheiten bekämpft und bekriegt, und daß 4 sie es ist, die den Körper in Ordnung hält, mit Allahs Erlaubnis. 1Ye So soll niemand von euch meinen, daß die Natur ruht und untätig ıst im Zustand der Krankheiten, ohne etwas zu tun; wenn sie aber b so wäre, | so würde die Krankheit für den Körper zu kräftig werden und ihn so zugrunde richten; da aber die Natur bekämpft und ent- 51”d gegengesetzt ist, hat die Krankheit nicht die Kraft, den Körper immer und in aller Zeit zugrunde zu richten. So ist jetzt klar, daß vgl. 1 e die Natur es ist, die für das Lebewesen in seiner Krankheit sorgt, wie | sie für es in seiner Gesundheit sorgt; deshalb also wird manch- mal der Kranke gerettet und entgeht der Krankheit. Und wißt jetzt auch, daß die Natur die Fürsorge für das Lebewesen nicht vernach- lässigt, weder in seiner Krankheit, noch in seiner Gesundheit, und vgl 1Ye daß sie nicht aufhört, es aufrecht zu erhalten und es zu kräftigen, d bis sie stark geschwächt wird, | so daß sie nicht die Kraft hat, sich 38Vf gegen jene Krankheiten zu erheben. So ist jetzt auch klar, daß das 38Y e 55” b Zugrundegehen des Körpers manchmal infolge der geringen Menge der Kenntnis der Ärzte ist, entsprechend dem, wovon Hippokrates spricht; und wißt auch, daß, wenn der Körper erkrankt ^und das Fieber die Oberhand über ihn gewinnt, | 1016 Natur sich nach den dem Körper zuträglichen und ihn in Ordnung bringenden Nahrungs- mitteln sehnt!. So ist jetzt auch von jeder Seite klar, daß die Natur es ist, die den Körper in seiner Krankheit und seiner Gesundheit aufrecht erhält; und wir sind mit der Erklärung der Bedeutung f dieser Worte des Hippokrates fertig | und wollen so die Erklärung der Bedeutung anderer Worte anfangen; nur wollen wir vor diesem sagen: der treffliche Hippokrates hat nicht aufgehört, vor uns seine 56Ya Gedanken | und tiefe Dinge in diesem seinem Buche auszubreiten, und hat dann zuletzt von der Natur gesprochen, nachdem er von allen Dingen gesprochen hatte, und hat so ihre Beschreibung und Besprechung schön gemacht. Und wir sagen auch: wer sie nicht vgl. 39Ye kennt, wie Hippokrates sie kennt, hat nicht die Kraft, die Krank- b heiten zu behandeln; | denn Hippokrates sagt: der Arzt ist ein Diener 517 der Natur; wenn so der Diener nicht den Willen seines Herrn weiß, wie kann er zur Übereinstimmung mit ihm und zu seiner Befriedigung gelangen? Manchmal vielmehr tut er das Gegenteil seines Wunsches und d4begeht etwas, was er verabscheut. Hippokrates ist hier | C & 1 56Ye D7*a vgl.56Ydf. (der Kranke). XVIIA 552 52 duvduewc aurfc (rfjc Plcewec), علا . . fjv épra . . TÖ TWV lacouevwv aurnv Öpeyecdan. Corp. med. graec XI 2,1: [Gal.] in Hipp. de septiman. 12](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28983981_0205.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


