Die Hautdrüsenorgane der Säugetiere : mit besonderer Berücksichtigung ihres histologischen Aufbaues und Bemerkungen über die Proktodäaldrüsen / von Josef Schaffer.
- Josef Schaffer
- Date:
- 1940
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Credit: Die Hautdrüsenorgane der Säugetiere : mit besonderer Berücksichtigung ihres histologischen Aufbaues und Bemerkungen über die Proktodäaldrüsen / von Josef Schaffer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![aufmerksam. Vrtis unterscheidet Wasserratte und Wühlmaus. Er läßt bei letzterer die Drüsen- plakode kleiner sein als bei ersterer, nur bis 11 mm lang und 7 mm breit werden, was nach meinen Beobachtungen nicht richtig ist. Auch er läßt das Organ mit einer hohen, wachsartigen Kruste bedeckt sein, die aus verhornten, durch das Sekret der Talgdrüsen verklebten Zellen bestehen soll. Wie meine Abb. 3 und 4 zeigen, ist davon außerhalb der Brunst nichts zu sehen. Meine Angabe, daß die Drüsen im Organ nur zum geringsten Teil an Haare gebunden sind, soll nicht der Tatsache entsprechen; ,,nur in der Brunstzeit, in der diese Drüsen durch un- gewöhnlich gesteigerte Sekretion zugrunde gehen, können in der letzten kurzen Phase ihres Lebens die Haare aus den einzelnen Drüsen lierausfallen”. Die Drüsen sollen also durch die ungeheuer gesteigerte Sekretion während der Brunstzeit zugrunde gehen und von neuen Drüsen, die sich schon zwischen ihnen in den Wänden der neuen Haarbälge (!) entwickeln, ersetzt werden. Auch bei den alten, senilen Tieren sollen die Drüsen verschwinden. Als letzte Spuren des Organs soll eine etwas rauhere, unregelmäßige Oberfläche und ungleichmäßige Behaarung Zurückbleiben. T H Abb. G. Aus einem sagittalen Längsschnitt durch die Seiten- drüse einer brünstigen Wühl- maus. (5- 16,5 cm lang (ohne Schwanz). Vom 29. April. Alkoh ol - F o r m alin. A — Ausführungsgänge mit Se- kretschollen; Stc' = abgeschil- ferte Hornzellen; T = Talg- driisen. Die übrigen Bezeichnungen und Vergrößerung wie bei Abb. 3. Diese Behauptungen, welche im Gegensätze zu meinen Erfahrungen stehen urnl durch keinerlei Angaben über die Zahl der untersuchten Tiere, über die Jahres- zeiten, aus denen sie stammten, sowie über die Charakterisierung der ,,senilen*’ W asserratten gestützt werden, veranlaßten mich, die Seitendrüsen bei einer weiteren Reihe von AV ühlmäusen histologisch zu untersuchen. So fixierte ich zunächst die < b'gane von zwei am gleichen Tage (29. April) gefangenen, männlichen Tieren, von denen das eine eine Länge von 16,5 cm (Nasenspitze—Schwanzwurzel), das andere eine solche von 17 cm besaß. Die Seitendrüse des erstereu zeigt am Durchschnitt ein Bild, wie ich es in Abb. ß zum Vergleich mit Abb. 3 bei derselben Vergrößerung wiedergebe. Es ent- spricht der Beschreibung, welche Vrtis vom brünstigen Männchen gibt, nur daß die I algdrüsen noch dichter gedrängt sind und den Zwischenraum zwischen Epi- dermis, bzw. einer dünnsten Dermalschicht und dem unterliegenden Hautmuskel vollkommen ausfüllen. So zeigt das Organ gegenüber dem Ruhezustand (Abb. 3) eine beträchtliche Dickenzunahme, die im wesentlichen auf einer Hyperplasie de]1 I algdrüsen beruht. Diese lassen sich nicht mehr gegeneinander abgrenzen, sondern bilden eine fast einheitliche, nur durch spärliche Haarwurzeln und dünnste binde-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29821204_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)