Die Hautdrüsenorgane der Säugetiere : mit besonderer Berücksichtigung ihres histologischen Aufbaues und Bemerkungen über die Proktodäaldrüsen / von Josef Schaffer.
- Josef Schaffer
- Date:
- 1940
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Credit: Die Hautdrüsenorgane der Säugetiere : mit besonderer Berücksichtigung ihres histologischen Aufbaues und Bemerkungen über die Proktodäaldrüsen / von Josef Schaffer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Vrtis hat auf eine Mitteilung von Bailey aufmerksam gemacht, in welcher dieser von Seitendrüsen bei amerikanischen Mikrotusarten berichtet. Ansehnliche solche Drüsen in beiden Geschlechtern erwähnt er bei Neofibe r. Undeutlich sind sie bei Lagu r u s, desgleichen oder fehlend bei Chilotus. Vor den Hüften, an den Flanken finden sich Seitendrüsen bei M i c r o t u s x a n tliog n a t h u s und wahrscheinlich bei M. c h r o t o r r h i n u s. Eine gelegentliche Erwähnung findet die Seitendrüse von Arvicola scherman auch o o o bei Petzsch. 2. Die Seitendrüse der Spitzmäuse. Um auch durch eigene Anschauung eine Vorstellung von den Bauverhält- nissen der Seitendrüse bei den Spitzmäusen zu gewinnen, wurde eine Reihe von solchen zunächst wie bei der Wühlmaus an gespannten und getrockneten Häuten, später auch an frischen untersucht. An den ersteren konnte ich bei der gewöhnlichen Betrachtung keine Spur der Drüse entdecken. Dies überraschte mich um so mehr, als Stamm angibt, daß die Lage der Drüse schon bei äußerlicher Betrachtung nicht schwer durch dunklere Färbung der Haare über der Drüse zu entdecken sei und auch eine diesbezügliche Abb. 9. Sorex araneus, junges Weibchen. Seitendrüse. (Nach Stamm, 1914.) Abbildung (Abb. 9) gibt. Dazu muß ich bemerken, daß ich an den von mir unter- suchten Spitzmäusen die Drüse an der Außenseite niemals so deutlich wahrnehmbar fand. Da das Geschlecht der von mir zuerst am trockenen Fell untersuchten Spitz- mäuse nicht mehr zu bestimmen war, mußte ich auch daran denken, daß es sich möglicherweise um weibliche Tiere gehandelt hat, für welche die Angabe von Augusta Ärnbäck-Christie-Linde vorlag, daß ihnen (bei Crossopus [Neomys] und Sorex) die Drüsen fehlen sollten. Nun betrifft aber die Abbildung von Stamm gerade ein jugendliches Weibchen von Sorex und ist auch Johnsen der Behauptung von Ärnbäck entgegengetreten. Ja, nach einer alten Angabe von Oiv. (1834) sollte eine Seitendrüse überhaupt nur den weiblichen Spitzmäusen zukommen. ich werde auf die Frage nach dem Vorkommen einer Seitendriise bei Spitz- mäusen noch weiter unten eingehen. Am 16. August 1921 kam mir aber eine Spitzmaus in die Hand, welche die Drüse in ausgezeichneter Weise erkennen ließ. Es handelte sich um ein aus- gewachsenes Männchen von Neomys f o d i e n s. Für die Bestimmung bin ich meinem Freunde, Herrn Hofrat Dr. Karl Toldt, zu Dank verpflichtet. Etwa 1 cm nach hinten und etwas nach innen vom Ansatz der vorderen Extremität fand sich eine ovale, ziemlich stark hügelförmig nach innen sich vor- wölbende, gelbliche Hautdrüse von 6 mm Länge und 4 mm Breite, deren Längs- achse etwas von außen, hinten nach vorn, innen zur Längsachse des Körpers ge- neigt war. Sie erschien noch schärfer begrenzt als bei der Wühlmaus, von regel- mäßig ovaler Form, und lag, wie es Stamm für Sorex angibt, weiter nach vorn und außen, als bei Arvicola scherman.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29821204_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)