Buch der Bündth-Ertznei / von Heinrich von Pfolsprundt, Bruder des deutschen Ordens. 1460 ; herausgegeben von H. Haeser und A. Middeldorpf.
- Pfolsprundt, Heinrich von, active 1460.
- Date:
- 1868
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Credit: Buch der Bündth-Ertznei / von Heinrich von Pfolsprundt, Bruder des deutschen Ordens. 1460 ; herausgegeben von H. Haeser und A. Middeldorpf. Source: Wellcome Collection.
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![tzw dieffser falbe vff Micke wunden, den die fint von heyfser natur, vnnd fint dor tzw tzw hittzig. aber was krewtter külen, die fein guth dor tzw. dor noch wyffse dich tzw richtenn. vnnd wen du die falbe am herbft aufs machenn wilth, acler wen es dir nod thuth, szo fewth fie rnith den krewttern vaft wol; bifs fie wol erwarmeth fein, das muftu 5 in nachfchadten grus *) fiedenn, der muftu vaft vil habenn, ie mehr ie beffser. den dor von wirth die fsalbe grün vnd kült defter bafs. vnnd nach dem fiedenn, fso nim fie vom fewr vnd druck fie durch ein tuch in ein gefeffse, dor | in ein wenig waffser ift: vnnd clo mit fettze die CCXXXl fsalbenn in ein kellef ader an eine kalde ftad; vnnd lafs fie ein tag 10 ader ii vnnd nacht dornoch fteen. dor noch fso fchneide die obern falbe oben mith einem krommen meffer, ader mith einem breitten ei- fsen. die ift fchoner den die vnder. die behalth befsuncler. dor noch fso thu die andern fsalb auch auffsem keffsel, szo bleibt das waffer mith dem koeth vnden an dem bodem. vnnd fchlage die falben all 15 beide vaft lang vnd wol. ie lenger ie beffser fie wirth. fso nützt du fie dornoch das felb iar vber alfso lang, biftu wider eine newe magft, als die was. fie heilt wol. Ein weiffse fsalbe tzw machen, die ift guth. Alfso saltu die weiffse fsalbe machenn. fie heyleth vnnd dörret, 20 vnnd vortreibeth die röte vmb die wunden, vnnd die rotten flecken die aldt fein, wo die ftehen, die felben rottenn ftad muftu mith einer flitten laffsen hawen, gleich als du kopff wolleft fettzen. dor ein tzw reib klein tzw ftoffsen glas, vnnd mache ein zeihe plafter, das lege obenn dor vbber, alle tage ein | news, fso lang, das es wol fchwierth CCXXXlI vnd vaft eitterth. fso reib den tag tzwier ader drei ftundt fchone wey- ffse fsalben dor ein, als lang bis es. aufs fchwierth vnd gantz heileth. vnd muft ön vfft baden, vnnd nach dem bade reib inn vaft wol mith der weiffsen falben, ift es dennoch roth, fso [thu] im aber xiiii tage mer alfso mit dem hawen, vnnd aber geftoffsen glas dorein gereiben. 30 das treibe fso lang, bis es weis vnd leib farbbe wirth, als die ander hawth weis am leibe, alfso mache die falbe. Nim weis venedifch acler fünft vaft weyfsen bleiweis, ie weiffser, ie fchoner die salbe wirth. den ftos kleyne, vnnd los en durch ein l) „grus = grober Sand; der staubartige Rückstand von lungere Zeit hin- durch aufbewahrten trocknen Pflanzen. Heinrich von Pfolfprunrlt, bündtherznei. 8](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21072140_0163.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)