Entwickelungsgeschichte der Cephalopoden / von Albert Kölliker.
- Kölliker, Albert von, 1817-1905.
- Date:
- 1844
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Credit: Entwickelungsgeschichte der Cephalopoden / von Albert Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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![1] Io den primären Zelieo, in denen icb bei Ascaris acurainata, Gucullanus elegans, beim Gucullanus der Blindscbleicbe, in den Furcbungskugeln und secundären Zellen von Rana, in den Gysten der Samenfaden des Distoma varicum zwei Tocbler- zelien fand, siebt man, dass dieselben um ihre Kerne (Nucleoli) sieb bilden, denn man findet runde Mutterzellen mit einem Kern, dann längliche mit zwei Kernen, und zuletzt solche mit zwei Zellen; das jedoch ist nicht auszumittelu, ob die Toch- terzeilen gleich in ihrer vollkommenen Grösse sieb bilden, oder erst dicht um den Kern berumliegen und nachher wachsen. 2i Die Bildung primärer in secundären Zellen hat vielleicht Henle bei den Knorpelzellen gesehen (Allgem. An., pag. 154, Tab. V, Fig. 6), so nämlich, dass zuerst ein Kern und um denselben das Bläschen entsteht; ferner fand ich bei den Embryonen der Ascariden, dass die erste Embryonalzelle gleich bei ihrem Entstehen in der Dotter- zelle mit einem Kern versehen ist und beide aus einer ungeformten Flüssigkeit her- vorgehen. 3) In den Endigungen der Drüsen und den Anfängen der Lymph- und Ghylusgefässe beobachtete ich nur an Einem Orte die Bildung der primären Zellen und sah bei den anderen so viel, dass sie nicht, wie man, gestützt auf Vogel's irrthümliche Be- obachtungen über die Entstehung der Kerne der Eiter- und Exsudatzelleo, anuehmen zu dürfen glaubte, durch Verschmelzung von 2 — 4 Körnern sich bilden. Die pri- mären Zellen oder die Kerne der Exsudatkörperchen sind nämlich, wie ich an sol- chen aus mir selbst gezogenen Blasen fand, ursprünglich einfache Bläschen und zerfallen erst später in 2—4 Stücke, und gerade so verhält es sich auch mit den Kernen der Schleimkörnchen und Ghyluskörperchen, die ebenfalls, wie schon die oberflächlichste Untersuchung zeigt, in den Anfängen der Drüsen und Ghylusgefässe einfache Zellchen sind und erst später zerfallene oder sogenannte spaltbare Kerne haben. Sichere Be- obachtungen über die Bildung der primären Zellen in drüsigen Organen haben Rud., Wagner und ich angestellt. Bei Agrion virgo *) nämlich und Ascaris dentata '*) sind in den letzten Enden der Eierstöcke nichts als Elementarkörnchen und zerstreute Keimflecke vorhanden, und weiter unten erst findet man die letzteren von zarten Häutchen, den Keimbläschen, umgeben, deren Membran erst dicht um den Kern liegt und nachher wahrscheinlich durch selbständiges Wachsthum sich immer weiter von demselben entfernt. Aus diesen sparsamen Beobachtungen geht also hervor, dass die primären Zellen sich um ihre Kerne bilden, im Anfänge denselben dicht anliegen und nachher erst durch Auf- *) Wagner's Beitr. zur Gesch- d. Zeugung. Ir Beitr. ’*} Müller's Archiv, 1843, pag. 72.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22290527_0153.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)