Die Entwickelung der Medicin in Berlin von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart : eine historische Skizze.
- Julius Leopold Pagel
- Date:
- 1897
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Credit: Die Entwickelung der Medicin in Berlin von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart : eine historische Skizze. Source: Wellcome Collection.
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![Paul Guttmann (1839—93), Verf. eines oft aufgelegten Lehrbuchs der klin. Untersuchungsmethoden, sowie zahlreicher klinischer Einzelarbeiten. Von 1879 bis zu seinem Lebensende war er als Nachfolger von Cur seh- mann Direktor des Stadt. Krankenhauses Moabit. Neben den Genannten kommt noch als Praktiker und Lehrer Joseph Meyer (s. oben) in Betracht, der als Consiliarius in mittleren Kreisen und durch seine praktischen Winke zur ärztlichen Politik viele Liebe bei Aerzten und Klinicisten fand. Sein Assistent Julius Schiffer (1840 bis 1888), seit 1873 Privatdocent, machte sich durch einige werthvolle klinische Detailarbeiten einen Namen. Von den übrigen Praktikern Berlins, welche im 19. Jahrhundert durch hervorragende schriftstellerische resp. wissenschaftliche Thätigkeit und in leitenden Stellungen an Krankenhäusern auch in weiteren Kreisen bekannt geworden sind, nennen wir: Peter Ludwig Willi. Andresse (1789—1865), Arzt der französ. Colonie; Ferdinand Moritz Aschers on (1789—1879), von 1832—63 hier Privatdocent; Christian August Bartels (1805-—72), seit 1847 dirigirender Arzt in Bethanien; Ferdinand Wilh. Becker (1805—34), trotz kurzer Lebenszeit sehr fruchtbarer Publicist; Julius Beer (1822—74), verfasste mehrere Arbeiten zur Geschichte Berlins, begründete die Sanitäts- wacheneinrichtung hierselbst; Friedr. Jacob B ehrend (1803—89), arbeitete viel auf den Gebieten der Dermatologie und Syphilis; Joseph Bergson, geb. 1812, seit 1861 Docent hierselbst, bekannt durch seine Preisarbeit über das Asthma bronchiale (1849); Paul Boerner (1829—85), Begründer der »Deutsch. Med. Wochenschrift 1872, des Jahrbuchs der prakt. Med. 1879 und des Reichsmedicinalkalenders 1880; Alexander Goeschen (1813—75), hervorragender Publicist, begründete u. a. 1849 die »Deutsche Klinik«; Eduard Goltdammer (1842—91), seit 1873 als Nachfolger von Bartels Dirigent in Bethanien, Verf. zahlreicher Journalabhancllungen, u. a. auch der lokales Interesse besitzenden über die Berliner »Pennen« (in Eulenberg's Viertel]ahrsschr. f. gerichtl. Med.); Friedrich Graevell (1819 bis 1878), seit 1848 Herausgeber der bekannten »Notizen für prakt. Aerzte« (fortgesetzt von Paul Guttmann); Ludwig Güterbock (1814—95), be- kannt durch seine preisgekrönte Doktorarbeit über den Eiter (1837) und durch die Ausgabe der Schönlein'sehen Vorträge (1839); Samuel Gutt- mann (1839—93), seit 1885 Nachfolger von Boerner in dessen Publikationen, einer der rührigsten und gewandtesten med. Publicisten der Neuzeit; Joseph Herzberg (1802—71), langjähr. Arzt an der jüdischen Kranken- verpflegungsanstalt; Heinrich Jacob söhn (1826—90), früher in Königs- berg, seit 1872 Extraordinarius in Berlin, seit 1876 Dirigent am jüd. Kranken- hause, Verf. tüchtiger experimentell-pathol, besonders die Haemodynamik](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21211279_0103.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)