Magenneurosen und Magencatarrh sowie deren Behandlung / von M. Rosenthal.
- Moriz Rosenthal
- Date:
- 1886
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Credit: Magenneurosen und Magencatarrh sowie deren Behandlung / von M. Rosenthal. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![geringe Empfindlichkeit der Wirbelsäule gegen mechanische und elek- trische Reizung, hochgradige Herabsetzung der elektrocutanen Erreg- barkeit an den Beinen, ebenso abnorme Vergrösserung der Tastkreise (72—110 Mm.). Die Schenkelhaare konnten büschelweise ohne jeg- liche Schmerzempfindung ausgerisseu werden, der Patellarsehnenrcflex beiderseits erloschen; der Magen im Fundus gegen Druck empfindlich, doch nicht vergrössert, Appetit gut. Auf mein Befragen gab Patient an, dass er früher zeitweiliges Doppeltsehen bemerkte , doch erst in letzterer Zeit von bald bohrenden, bald blitzartigen Schmerzen befallen wurde. Ich erklärte den Zustand ftir Tabes mit Crises gastriqucs und rieth milde galvanische und hydriatische Behandlung an. In den späteren Jahreu kam es zu Ataxie, Blasenlähmung und Impotenz; Patient ging schliesslich unter Erscheinungen von psychischem Verfall zu Grunde. 10. Beob.: Crises gastriques als erstes Symptom der Tabes, vergeblicher Gebrauch von Karlsbad durch sieben Jahre. Spontanes Sistiren der Cardialgien bei progressivem Verlaufe der Tabes. Ein 54jähriger Mann war augeblich im 30. Jahre mit secundärer Sy])hilis behaftet. Acht Jahre später verheiratete er sich und war in drei Jahreu Vater von seither stets gesunden zwei Knaben, Nach länger dauernden Strapazen und Erkältungen wurde Pat. eines Tages von heftigem Magenkrämpfe befallen, dessen periodische Erneuerung von einem organischen Magenleiden abgeleitet wurde, und wegen be- sonderer Hartnäckigkeit desselben Pat. durch siebea auf einander folgende Sommer nach Karlsbad pilgerte. Zwei Jahre nach der letzten Brunnencur sistirte die Gastralgie von selbst; doch fühlte sich Pat. in den Beinen matt und litt an angeblich gichtischen Schmerzen. Als ich Pat. in einem solchen Anfall zu sehen bekam, waren lancinirende Neuralgien an den unteren Gliedmassen mit scharf umschriebener Hauthyperalgesie nachzuweisen; überdies beiderseitige Myosis, Analgesie der Beine, Fehlen der Patellar-Sehnenreflexe und Blasenschwäche. Eine durch zwei Jahre combinirte galvanische und milde hydriatische Behandlung hatte eine merkliche Erki-äftigung der Bewegungen zur Folge. Die Gastralgie war seither nicht mehr wiedergekehrt. 11. Beob.: Crises gastriques mit nachfolgenden Crises enteriques bei Tabes, nebst eigenthümlichen trophischen Störungen der Epidermisgeb il de. Ver- gebliche Behandlung des angeblich syphilitischen Grundleidens. Allmälige Besserung der tabischen Beschwerden. Ein 32jähriger Mann war vor 8 Jahren an Ulcus und maculösem Hautsyphilid erkrankt. Vor zwei Jahren waren vage Schmerzen in den Gliedmassen, sowie Anfälle von heftigem Magenkrämpfe mit Er- brechen aufgetreten, die mittelst Morphiuminjectionen erfolgreich bekämpft wurden. Im nächstfolgenden Jahre litt Pat. periodisch an Darmkolik mit schmerzhaftem Tenesmus und Diarrhoe, die auf Gebrauch von Bismuthnitrat wichen. Um diese Zeit wurden die Nägel am linken](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22293632_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)