Zur Kenntnis der isomeren Campherylharnstoffe und über -Camphylharnstoff : Inaugural-Dissertation ... / von Hans Eduard Fierz.
- Hans Eduard Fierz
- Date:
- 1905
Licence: In copyright
Credit: Zur Kenntnis der isomeren Campherylharnstoffe und über -Camphylharnstoff : Inaugural-Dissertation ... / von Hans Eduard Fierz. Source: Wellcome Collection.
57/90 page 55
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![0,5002 gr in 25 cc Chloroform gab «d 16^50', im 2 dm Rohr, woraus [a]o 420,6®. Die Verbindung ist leicht löslich in kaltem Chloroform, Alkohol, Essigäther und Eisessig. Siedendes Aceton löst nur mässig und gibt beim Erkalten hübsche, gut ausgebildete sechsseitige Prismen. In siedendem Äther und Petroläther ist die Substanz praktisch unlöslich. Konzentrierte Schwefelsäure löst das Semicarbazon mit blassgelber Farbe auf Beim Erwärmen entweicht ein geruch- loses Gas und die Lösung färbt sich intensiv Kirschrot. Wird jetzt verdünnt, so entsteht eine braune flockige Fällung. Beim Kochen entweicht Benzaldehyd. Alkalien zersetzen die Verbindung nicht. Fehlingsche Lösung und ammonia- kalische Silberlösung werden nicht verändert. Da die Ausbeute an Benzaldehydverbindung sehr gut ist, so wurde versucht, aus ihr das Chlorhydrat herzustellen, ähnlich wie Thiele und Stange (1. c.) aus der Benzaldehyd- verbindung des gewöhnlichen Semicarbazides das Chlorhydrat der Base bereiteten. Da aber konzentrierte Salzsäure de- hydrierend wirkt, so wurde versucht, die Hydrolyse mit verdünnter Säure zu bewirken. 3 gr des reinen Benzal-4’-semicarbazones wurden mit 15®/o Salzsäure drei Stunden lang gekocht und das ver- dampfende Wasser immer ersetzt. Es entwich fortwährend ein wenig Benzaldehyd, aber nach drei Stunden hörte die Entwicklung auf Die alkalische Lösung reduzierte Fehling- sche Lösung unter geringer Campherbildung. Der Rückstand erwies sich aber als 2,9 gr reine, unveränderte Benzaldehyd- verbindung. Dieser Weg war also nicht geeignet, grössere Mengen des Campheryl-^-semicarbazides herzustellen. Alko- holische Salzsäure führte zu dem gleichen Resultate. Der beste Weg, das Campheryl-'j'-semicarbazid in Form eines Salzes zu erhalten, erwies sich über die Acetonverbindung, deren Ausbeute leider nur 60—65®/o beträgt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28069894_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)