Botanische Mikrochemie : eine Anleitung zu phytohistologischen Untersuchungen, zum Gebrauch für Studirende / ausgearbeitet von V.A. Poulsen ; aus dem Dänischen unter Mitwirkung des Verfassers übersetzt von Carl Müller.
- Viggo Albert Poulsen
- Date:
- 1881
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Credit: Botanische Mikrochemie : eine Anleitung zu phytohistologischen Untersuchungen, zum Gebrauch für Studirende / ausgearbeitet von V.A. Poulsen ; aus dem Dänischen unter Mitwirkung des Verfassers übersetzt von Carl Müller. Source: Wellcome Collection.
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![Dør Leser wird ersucht, die Ilauptlitteratur im ersten Abschnitt unter den verschiedcneu Keagentien naehzuschlagen. 1) Cellulose [C6 II,0 OJ. I>io reine Cellulose wird durch Chlorzinkjod violett, durch Jod und Schwefelsaure blau, durch wåsserige oder alkoholische Jodtinktur braun oder gelb bis gelb-braun ge- fårbt; oft wird sie schon durch Zusatz von Wasser zu den mit Jod eingetrockneteu Membranen rein blau. Sie quillt in wåsseriger Kaliumhydroxydlbsung, sowie in den sogenannten Mineralsauren auf, wodurch die Schichtung der Membranen ausserdem sehr oi't mit weit grosserer Scharfe und Deutlicb- keit hervortritt. Die Cellulose wird durch concentrirte Schwefelsaure unter Bildung von Amyloid gelost; ohne Amvloidbildung lbst sie Kupferoxydammoniak. Aus dieser Losuug kaun sie wieder durch absoluten Alkohol gefallt werden. Yon den Anilinfarben wird die Cellulose mit ungleicher Intensitet gefarbt; Alcanna und Karmin wirken dagegen nicht oder so gut wie nicht. Nach Erhitzung mit concentrirter Kaliumhydroxydlbsung wird junge Cellulose von Kupfer- sulphat nicht gelarbt; in etwas ålterem Zustande nimmt sie mit diesem Reagens eine schwach blauliche Farbe an. — Das Grenacher’schc Alaunkarmin fiirbtCelluloseroth [Vgl. S.44]. 2) HolzstotF [Lignin]. Verholzte Membranen werden gelb durch Chlorzinkjod; durch concentrirte Schwefelsaure und Chromsaure werden sie](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28059943_0079.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


