Zur mechanischen Behandlung der Versionen und Flexionen des Uterus / von J. Amann.
- Amann, Josef Albert, 1832-1906.
- Date:
- 1874
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Credit: Zur mechanischen Behandlung der Versionen und Flexionen des Uterus / von J. Amann. Source: Wellcome Collection.
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![Ö5 höhle hatte sieh auf 7,7 Ctm. verkürzt Monate lang mit genngen Unterbrechungen ausgeführt. Die Kranke befand sich nach der erstmaligen Einführung des Instrumentes sehr wohl, so dass sie 10 Tage lang nicht mehr in die Poliklinik kam und also bei ihr nicht bloss das Instrument, sondern auch die als Stütze dienenden in Glycerin-Tanninlösung getauchten Tampons 10 Tage lang un- unterbrochen in der Vagina gelegen waren. Bei der ].ntfernung derselben entwickelte sich übler Geruch, indess fand man sie eben- so wie das Instrument genau in derselben Lage, in welche sie bei der Eintiihrung gebracht worden waren. Es wurde dann das In- strument für ein paar Tage, innerhalb welcher die Kranke sich mehrmals kühle Injectionen machen musste, entfernt; aber die Kranke vermisste dasselbe so sehr, dass sie in die Poliklinik kam und um die Einführung desselben bat, weil sie sich da- durch so erleichtert fühle, und nur mit dem einge- führten Instrumente ihre häuslichen Arbeiten ver- richten könne. Auch nachdem die Cur schon einige Wochen gedauert hatte und das Instrument versuchsweise entfernt worden war, hatte sie dasselbe Bedürfniss nach dem Instrumente, dass sie' stets einen Tag nach der Entfernung desselben in die Poliklinik kam mit der Bitte, ihr das Instrument wieder einzuführen. Sie wurde Mitte März 1873 aus der Behandlung ent- lassen, da nicht bloss die Erscheinungen, sondern auch die Flexion als beseitiget betrachtet werden konnten. Die Kranke untersuchte ich vor 4 Wochen wieder und fand den Uterus normal (seine Höhe misst 7,2 Ctm.), auch klagte sie über keinerlei Beschwerden und war sehr glücklich über den Erfolg. 16) L. V. K., Gtitsbesitzersgattin aus Norddeutschland, 33 Jahre alt, war als Kind nie ki-ank, entwickelte sich mit 16 Jah- ren und war von dieser Zeit an regelmässig menstruirt und fort- während gesund. Bald nach ihrer Verheii-athung im 20. Jahre concipirte sie und wurde am normalen Ende der Schwangerschaft von einem kräftigen Knaben durch die Zange entbunden. Das Puerperium verlief ohne irgendwelche Störung. Die Kranke ver- lies« schon am sechsten Tage das Bett, um sich der Pflege ihres Kindes zu widmen. Am 15. Tage nach der Geburt stellten sich ihrer Angabe nach sehr starke, drei Wochen dauernde Blutungen aus den Geschleclitstheilen ein, durch welche sie sehr geschwächt wurde und von denen sie sich nur langsam erholte. Indess war](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20388810_0101.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)