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Credit: Die Neubildungen des Uterus. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![gewöhnlich erst bei der Sondirung entdeckt. Von andern krankhaften Veränderungen des Uterus kann das Cancroid noch in Betracht kom- men. Man wird nicht leicht ein Cancroid der Vaginalportion oder selbst die so seltene krebsige Erkrankung des Uteruskörpers für ein Fibrom halten, wohl aber ist das Umgekehrte nicht so ganz selten geschehen. Besonders wenn ein zum Muttermund herausgetretenes Fibromyom in Verjauchung übergegangen, so ist nicht nur. der allge- meine Zustand der betreffenden Kranken oft so schlecht, dass dieselben ein intensiv „cachektisches Aussehen bieten, sondern auch der örtliche Befund kann ganz der eines Caneroids der Portio vaginalis sein, wie ich selbst einmal beobachtet. Man kommt mit dem untersuchenden Finger in eine brüchige weiche Masse, die das ganze Scheidengewölbe auszufüllen scheint, gangränöse Partikelchen haften am Finger. Der Ausfluss ist äusserst copiös, übelriechend, oft reichlich blutig. Leicht ist man hier vor einem Irrthum geschützt, wenn die andere Hand von aussen den Uterus durch einen Tumor kuglig vergrössert fühlt. Wenn das nicht der Fall, die verjauchende Geschwulst also klein ist, dann wird besonders das Verhalten der jauchenden Masse zu den Scheidenwandungen zu ermitteln sein. Gangränescirende Cancroide gehen immer mehr oder weniger auf die Scheiden wand über, während bei einem jauchenden Myom die Wandungen der Vagina intakt bleiben. Ebenso wird es im letztern Falle immer gelingen, die gesunden glatten Ränder des erweiterten Muttermunds zu fühlen. Endlich ist es nicht so leicht, von einem jauchenden Fibrom grössere Massen mit dem Finger zu entfernen, wie beim Cancroid, die Gewebsfetzen des erstem sind mehr faserig, fest, die des letztern bröckelig, weich. Schliesslich würde die mikroskopische Untersuchung leicht den Zweifel lösen. (Hiehergehörige Fälle vergl. Braun, Chiari und Späth, Klinik p. 403.) So häufig auch Verwechselungen zwischen Gravidität und Fibrom des Uterus vorgekommen sind, so dürften bei weiter vor- geschrittener Schwangerschaft immer Fehler in der Untersuchung die Ursache sein. Wirkliche Schwierigkeiten der Diagnose können nur in den ersten Monaten der Schwangerschaft bestehen, so lange keine Herztöne oder überhaupt keine Theile des Kindes wahrnehmbar sind. Abgesehen von dem Verhalten der Menstruation, welches aber nicht immer massgebend ist, dem Verhalten der Brüste, die aber auch bei Fibrom schwellen und Colostrum entleeren können, ist der Uterus in den früheren Monaten der Schwangerschaft gewöhnlich weich elastisch, bei leicht schüttelnder Bewegung desselben zwischen den beiden Händen bekommt man sehr früh schon das Gefühl eines in ihm ballotirenden Körpers und die andern bekannten Schwangerschaftszeichen werden sich gewöhnlich constatiren lassen. Doch wird manchmal eine ab- solute Entscheidung erst zu treffen sein, wenn man die weitere Ent- wicklung des Uterus beobachtet oder bis man Herztöne des Kindes hört. Neuerdings ist wiederum von Spencer Wells und besonders von Win ekel die Aufmerksamkeit auf die auscultatorischen Erschei- nungen bei Uterusfibromen gelenkt worden, die auch schon von M'Clintock1) behandelt sind. Abgesehen von reinen arteriellen Tönen, die man hie und da hört, ist am constantesten ein dem be- ]) Clinic. Memoirs p. 130.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21021892_0083.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)