Die Tuberculose der Knochen und Gelenke : Auf Grund eigener Beobachtungen.
- Franz König
- Date:
- 1884
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Credit: Die Tuberculose der Knochen und Gelenke : Auf Grund eigener Beobachtungen. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![werde ich der Ueberzeugnng. dass die conservative Behandlung derselben durchaus zweifelhafte Resultate schafft. Mein verehrter Torgänger Baum hat eine ganze Anzahl solcher Gelenke con- servativ behandelt, deren Eesection mir nach einer Reihe von Jahren zugefallen ist, weil sie eben, trotz sorgfältiger Behand- lung, nicht zur Heiluog kamen und ebenso habe ich aus der Praxis anderer Chirurgen verschiedene Gelenke reseciren müssen, mit welchen sich die Betreffenden Jahre lang die grösste Mühe gegeben hatten. Bei der Eesection dieser Gelenke lernt man auch, warum das nicht geht ohne Eingriff. Einmal handelt es sich um schwere unzugängliche Ostalprocesse. Dazu kommt aber, dass der Mechanis- mus des Gelenks durch die Combination des Drehgelenks zwischen Radius und Rotula mit der Gelenkverbindung zwischen ülna und Trochlea ein sehr complieirter, für spontane Ausheilung durchaus ungün.stiger ist. So sollte man denn unserer Ansicht nach, wenn das Gelenk bereits erheblich erkrankt ist, sei es, dass es sich um ein fistulöses oder um ein abscedirtes Gelenk ohne Fisteln, sei es, dass es sich um einen blossen Fungus handelt, mit der Resection nicht zu lange zögern. Auszunehmen von diesem Grundsatz sind die Fälle, bei welchen es sich um sehr jugendliche Individuen handelt, odet die Verhältnisse des Kranken so desolat sind, dass man eine Amputation der Resection vorzieht. Die Resection ist nämlich weder eine sehr gefährliche Operation noch auch sind ihre Resultate, wenn man nicht zuviel verlangt, un- befriedigend. Wir meinen nämlich, dass man auch hier nicht etwa abwägen soll, wie sich die Function des Gelenks nach der Resection zu dem normalen, sondern vrie sie sich zu dem Gelenk verhält. fialls es ausheilen würde bei ähnlicher Erkrankung ohne Resection. ]yian kann in dieser Richtung dreist sagen, dass die Erfolge gut sind, wenn auch in der Regel weder volle Streckfähigkeit, noch ausgiebige rotatorische Bewegungen erreicht werden. In Beziehung auf die Tech- nik der Operation sind wir nach mannigfachen Versuchen zu der Langenbeck'schen Methode zurückgekehrt. Doch weichen wir öfter insofern von derselben ab, als wir auch hier die Knochenfortsätze erhalten, indem wir sowohl vom Olecranon eine Schale abheben, an welcher die Tricepssehne und nach unten das Periost der Lina hän- gen bleibt, als auch die Epicondylen abmeisseln und die Muskeln an ihnen sitzen lassen, statt von ihnen die Weichtheile nach der Langen- be<;k'schen Manier abzulösen. Wenn wir somit die Vortheile der Resection im Ellbogengelenk](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21215960_0182.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)