Gewebelehre mit besonderer Berücksichtigung des menschlichen Körpers.
- Schiefferdecker, Paul, 1849-1931.
- Date:
- 1891
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Credit: Gewebelehre mit besonderer Berücksichtigung des menschlichen Körpers. Source: Wellcome Collection.
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![welches auch in beliebiger Mehrzahl vorkommen kann, und vielleicht keinem Kern fehlt. D;is Kernkörperchen ist rundlich oder leicht oval, stark lichtbrechend. Es liegt im Kern meist excentrisch, mit- unter (namentlich auch, wenn viele vorhanden sind) peripher. Es ist in seiner Substanz verschieden von dem Kerngerüst, hängt mit diesem nicht zusammen, und ist leicht sichtbar zu machen, wenn man frische Zellen mit Wasser behandelt (Fuemmbstg: Zellsubstanz etc. p. 140), wodurch das Kerngerüst undeutlich wird. Sonst tritt es hei vielen Färbungen deutlich hervor, wobei zu bemerken ist, d;iss nach den Resultaten dieser zu schliessen, es wahrscheinlich verschiedene Arten von Kernkörperchen giebt, oder dass sich dieselben auch in ihrer Beschaffenheit ändern können. Die Bedeutimg des Kernkörper- chens ist unbekannt, vielleicht ist es als ein Organ des Kerns auf- zufassen, vielleicht stellt es indessen auch nur einen besondern Stoff dar. der bei bestimmten Gelegenheiten wieder verwandt wird. Gerade bei einer der wichtigsten Lebensthätigkeiten des Kerns, der mito- tischen Theilung, versehwindet es vor Beginn derselben und bildet sich in den neuentstandenen Kernen wieder. In dem Kernkörperchen ist bei Eizellen häufig noch ein kleineres Gebilde wahrzunehmen, der Nucleolulus, welcher von Schrön als ein Korn gedeutet wurde, indessen wohl als Vacuole aufzufassen ist (v. la Valette 8t. George, Flemming). Structur der Zelle. Durch die neueren Untersuchungen ist es sehr wahrscheinlich geworden, dass Zellleib wie Zellkern eine besondere ev. ziemlich complicirte Structur besitzen. Im Karyo- wie im Cytoplasma ver- mag man unter Umständen je eine festere Substanz zu unterscheiden, die eine mehr fädige Structur zeigt, das Karyomitoplasma (6 /lUtoc = Faden) und das Cy tomitopla sm a , in welche mehr oder weniger Körnchen oder Körpereben von mitunter ganz bestimmten Formen eingelagert sind, die Ka ry omikrosomen und die Cyto- mikrosomen. Das gesammte Fadenwerk würde das Karyo- resp. Cytomitom bilden, die einzelnen Fäden würden alsKaryo- resp. Cytomiten zu benennen sein. Hilden die Fäden durch Verbindungen unter einander ein Netz- res]), ein Schwamm werk, so hat man wohl auch von einem Spongioplasma gesprochen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21208219_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)