Schmerzlose Operationen : oertliche Betäubung mit indifferenten Flüssigkeiten Psychophysik des natürlichen und künstlichen Schlafes / von C.L. Schleich.
- Carl Ludwig Schleich
- Date:
- 1898
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Credit: Schmerzlose Operationen : oertliche Betäubung mit indifferenten Flüssigkeiten Psychophysik des natürlichen und künstlichen Schlafes / von C.L. Schleich. Source: Wellcome Collection.
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![dass an der Sache immerhin etwas sein könnte? Nun ist aber diese ]\[ethode vor Allem nicht so zeitraubend, wie man es sich ohne An- schauung von der Sache gemeinhin vorstellt. Die Bildung einer Quaddellinie, etwa auf 15 cm Länge (wie bei der Hydrocele), er- fordert kaum 2 Minuten, unmittelbar hinterher kann der Hautschnitt vollzogen werden; und Avenn, im weiteren Verlauf, Messer und Spritze in der Hand des Operateurs dauernd wechseln, so nimmt das ja relativ mehr Zeit in Anspruch, als wenn man im Status der Nar- kose glatt hintereinander einschneidet. Beobachtet man aber mit der Uhr in der Hand und rechnet die Operation unter Narkose vom Beginn der letzteren bis zum AuDvachen des Patienten, so bedeutet meine Methode stets und ständig eine Zeitersparniss. Zudem könnte, wenn der zu beschäftigte Chirurg nicht Zeit hat, sich um die Narkose zu bekümmern, es vielleicht noch einmal Assistenten geben, Avelche auch die Infiltrationsanästhesie hinter der Scene vollenden, damit die Zeit des Chefs nicht unnöthig beschränkt Averde. — Ist aber erst die Operation vorüber, so gewährt mein Ver- fahren den grossen Vortheil namentlich für Aerzte, dass die Patienten nicht noch im Nachschlaf mit Erbrechen und Katzenjammer beob- achtet und dem ärztlichen Personal übergeben werden müssen. Nach meinen Grundsätzen ist aber der Chirurg ebenso wie jeder andere Arzt verpflichtet, die Narkose von Anfang bis zu Ende sorgfältig persönlich zu überAvachen, und dass bei der Erfüllung dieses Postulats jede Operation dreimal so lange Zeit unter Narkose als unter An- ästhesie in Anspruch nehmen Avürde, braucht wohl des Näheren nicht ausgeführt zu Averden. Solch ein EinAvand also: „die Infiltrations- methode dauert zu lange“ ist überhaupt nur möglich, Aveil die Chef- ärzte die VerantAvortlichkeit für die Narkose nicht mit in Rechnung ziehen — ein Standpunkt, über den zu debattiren gewiss dankbarer wäre, als darüber, Avelche der beiden Methoden den Arzt mehr Zeit kostet. AVie aber, Avenn Avir die Umständlichkeit und den ZeitAmrlust einmal nicht vom Standpunkt der Aerzte, sondern, AAÜe das doch logisch richtiger sein dürfte, zum Theil auch von dem Standpunkte des Kranken, resp. des Publikums betrachten? AVas ist da, um mit dem letzteren EinAvand zu beginnen, zeitraubender und unbequemer, eine halbstündige Infiltration inkl. Operation und nachherige so-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081079_0272.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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