Physiologisches Practicum : eine Anleitung für Studirende zum Gebrauch in practischen Cursen der Physiologie.
- Friedrich Wilhelm Julius Schenck
- Date:
- 1895
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![Stromes auf die Präparate gemachte Bemerkung nicht zu. dass die Stromstärke nicht durch Vergrösserung des Elements grösser ge- macht werden kann, denn hier ist der äussere Widerstand des primären Stromkreises nicht gross. Wir schalten daher in den primären Strom grosse Elemente ein. Wir verbinden die Pole eines grossen Tauchelements mit den beiden Polschrauben a und b (Fig. 23) des Du Bois'schen Schlittens und haben dadurch eine directe Verbindung zwischen Element und primärer Spirale hergestellt. In eine der Leitungen wird ein Queck- silberschlüssel eingeschaltet. Die übi-igen an der Stirnseite des Schlittens (in der Figur dem Leser zugekehrt) befindlichen Vorrichtungen wollen wir vorläufig ausser Acht lassen. weil wir sie jetzt noch nicht brauchen; wir lernen sie gleich kennen. An die Polschrauben der secundären Spirale, die in der Figur nicht sichtbar sind, weil sie sich an der dem Leser abgewendeten Seite der secundären Rolle befinden, werden zwei lange, sehr dünne Drähte angeschraubt, deren Enden den Enden des Muskelpräparats <lirect angelegt werden. Wir wickeln die Drahtenden einmal um die Muskelenden herum, damit sie festsitzen. Die dünnen Drähte folgen den Bewegungen des Muskels leicht. Unpolarisirbare Elek- troden sind hier nicht nöthig. weil die kurz dauernden Inductions- ströme keine erhebliche Polarisation bewirken. Statt die Draht- enden direct anzulegen, kann man sie auch mit den Muskelenden durch Lamettastreifen verbinden, die ebenfalls den Bewegungen des Muskels leicht folgen. Als Präparat verwenden wir einfach den Gastrocnemius (ohne Nerv): derselbe wird in Verbindung mit dem Unterschenkel gelassen und dann, wie der stromprüfende Froschschenke], an einem Stativ befestigt oder frei präparirt und in den Muskeltelegraphen gebracht. Versuch: Nun reizen wir, indem wir durch Schliessen und Oeffnen des primären Stromes die reizenden Inductionsströme er- zeugen. Wir fangen dabei an mit einer Reizstärke, die noch keine Wirkung hat — entfernen also die secundäre Rolle so weit von der primären, bis jeder Erfolg ausbleibt. Dann schieben wir die secundäre Rolle der primären näher, reizen und notiren Rollen- abstand in Centimeter und den Effect der Schliessung und Oeff- nung. Dann schieben wir die Rollen wieder näher und reizen von Neuem u. s. f.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21208244_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)