Die Kontrakturen bei den Erkrankungen der Pyramidenbahn / von Otfrid Förster.
- Otfrid Foerster
- Date:
- 1906
Licence: In copyright
Credit: Die Kontrakturen bei den Erkrankungen der Pyramidenbahn / von Otfrid Förster. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
21/68 page 19
![aktive Spanuung. mit der die Dorsalflexoren auf ihre Dehnung durch die Plantarflexionen antworten, und die Plantarflexoreu wieder ihrer eigenen Dehnung durch die Dorsalflexionen sich widersetzen und mit aktiven Plantarllexionen antworten. Dieses Fusszittern Inmh- aehtet man entweder manchmal noch nach der Untersuchung auf passiven Fussclonus, nachdem der passive Gegendruck des Unter- suchenden gegen die planta ])edis bereits aufgehört hat, oder z lU, wenn der Kranke das ganze Bein von der Unterlage erhebt. Hierbei ziehen sich nämlich zunächst die Dorsalflexoren des Fusses (syner- gisch mit den Hüftbeugern — Strümpellsches Tihialisphänomen) zusammen und der Dorsalflexion widersetzen sich nun die Plantar- flexoren etc. Das Spiel beginnt also hier durch die aktive Leistung der Dorsalflexoren, ihr folgt aktive Kontraktion der Plantarflexoren und so geht es hin und her. Derartigen rhyhtinischen Wechsel der Kontraktion zweier antagonistischer Muskelgruppen beobachtet man gelegentlich an allen möglichen Körperteilen: am Oberschenkel, an der Hand, am Vorderarm, am Oberarm etc. Ich kann zweitens Monakow darin nicht beistimmen, dass in dem Kampfe der abnorm gespannten Muskeln auf beiden Seiten eines Gelenkes die dem Volumen nach kräftigeren Muskeln, also am Bein z. B. die Plantarflexoreu des Fusses und Strecker des Knies, für die Stellung der Kontraktur ausschlaggebend seien; wenn, so sagt Monakow, ausnahmsweise bei der Hemiplegie am Bein eine Beugekontraktur besteht, so soll diese auf ernstlich nutritive, die Schrumpfung begünstigende Momente in den Beugemuskeln zurückzuführen sein, oder auf protrahierten tonischen Krämpfen in den Beugemuskeln beruhen. Diese Auffassung deckt sich, wie wir sehen werden, nicht mit den Tatsachen. Sie befriedigt meines Er- achtens ebenso wenig, wie die Annahme Strümpells, dass die Beugekoutraktur bei der spastischen Spiual-Paralyse durch ein Zurückbleiben des Wachstums der gelähmten Beuger zu erklären sei. IV. Es wild jedem, der spastische Lähmungen in grosser Zahl untersucht hat, aufgefallen sein, wie ungemein wechselnd von Fall zu Fall die Kontrakturstelluugen sind, wie fast jeder Fall bald in f lesem, bald m jenem Punkte sich anders verhält. Unter 50 Fällen • wr . 1 . , - ^ ^ ^ fni al Beugekontrakturen im Knie und in der Hüfte angetroflen, auch ohne nutritive, die Schrumpfung begünstigende Momente an den Beng.Muuskeln, <>s](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22408848_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


