Die aetiologische Therapie und Prophylaxis der Lungentuberculose / von Hans Buchner.
- Hans Ernst August Buchner
- Date:
- 1883
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Credit: Die aetiologische Therapie und Prophylaxis der Lungentuberculose / von Hans Buchner. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![und Abstossungen zu sprechen. Wer über complicirte physio- logische Fragen sich ausdrücken will, bedarf einstweilen noth- wendig Bezeichnungen, die ganze Complexe im einzelnen nur theilweise oder gar nicht erforschter Wirkungen umfassen. Ich verlange daher, dass man auch diese neue von mir gebrauchte und hinreichend deutlich definirte Bezeichnung nicht als etwas »Mystisches« verketzern, sondern als das gelten lassen solle, was sie ist: ein Symbol, um die jedesmalige Wiederholung der oben gegebenen ausführlichen Definition zu ersparen'). Kehren wir nun zu unserem Thema zurück. Da jener Complex von Ursachen, den ich als Widerstandsfähigkeit des Gewebes be- zeichnet habe, bei allen Bacterienkrankheiten die grösste, die entscheidende Rolle spielt, so muss jeder Stoff, den wir bei einer Bacterienaffection medicinisch anwenden, nicht nur bezüglich seiner pilzwidrigen Eigenschaften, sondern vor allem dahin geprüft werden, wie er sich zur Widerstandsfähigkeit des Gewebes verhält. Diese Widerstandsfähigkeit wird durch denselben entweder erhöht] oder vermindert werden, eine Wirkung, die, wie sich ganz allgemein behaupten lässt, viel bedeutender sein muss, als der directe Ein- fiuss des Stoffes auf die Pilze. Es folgt dies nothwendig aus der bedeutend grösseren Resistenz der Spaltpilze gegen chemische Einflüsse im Vergleich zu den thierischen Zellen. Die niederen Pilze sind gegen hohe und tiefe Temperaturen, gegen Austrocknung und gegen chemische Einwirkungen am widerstandsfähigsten von allen bekannten Organismen, während thierische Zellen schon durch die unschuldigsten Agentien, z. B. destillirtes Wasser, in weitgehender Weise verändert werden können. Die Veränderung, welche ein Medicament in dem Zustand des Gewebes hervorbringt, der Ausschlag im positiven oder negativen Sinne, muss also stets grösser sein als die Veränderung, welche gleichzeitig an den Pilzen bewirkt wird. *) Der Ausdruck »Widerstandsfähigkeit« besagt wesentlich gar nichts anderes als dasjenige was man gewöhnlich unter »Disposition« versteht. Der letztere Ausdruck schien mir jedoch für die Anwendung desshalb unpassend, weil derselbe den gleichen Begriff negativ fasst, wodurch für den Gebrauch des Wortes fortwährende Unzukömmlichkeiten entstehen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21031873_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)