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Credit: Handbuch der Kinderkrankheiten / hrsg. von C. Gerhardt. Source: Wellcome Collection.
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![sam. Zieht man nun die Haut allseitig auseinander, so sieht man, dass die hochrothe, eiternde, durchschnittlich erbsengrosse weiche Geschwulst mit Fleischwärzchen besetzt ist und auf einem kurzen , meist dünnen Stiele sitzt. Sie ist die nicht verheilende Oberfläche des Nabelgefäss- stumpfes; die stete Verschiebung des Nabels beim Athmen und Gehen verursacht, dass der wunde Stumpf sich unablässig an den Nabelfalten reibt und, statt sich zu überhäuten, als Hohlgeschwür manchmal jahre- lang fortbesteht. Arming erzählt von Rückfällen nach künstlicher Entfernung. Aetzen hat manchmal stärkeres Wuchern zur Folge. Behandlung. Vorbeugend wirkt man, indem man den schleimig absondernden Nabel mit glattem Stifte von blauem Vitriol bestreicht, dann ein trocknendes Pulver einstreut und ruhige Lage verordnet. Die dünngestielte Geschwulst kann sofort abgeschnitten werden, doch halte man ein kleines Stück Wundschwamm oder eine glühende Stricknadel- spitze für den Fall der geringen Blutung bereit. Ein dickerer Stiel wird besser, nachdem man das Knöpfchen des Nabelschwammes hervorgezo- gen, mittels eines täglich enger zu schnürenden (A r mi n g) Silberdrahtes oder eines aus mehreren gewichsten Fäden zusammengesetzten Bandes unterbunden. Nach wenigen Tagen fallt der Stumpf ab. Hat man zu rasch abgebunden, so ereignet sich, wie ich einmal erlebte, eine ge- ringe Blutung aus den noch nicht ganz geschlossenen, im Stiele ver- laufenden Nabelgefässen. Man verbindet nun mit Tannin, Salicylsäure oder einfach. Selten geht der gemisshandelte Schwamm in ein fressendes Geschwür über (Verson), welches mit Höllenstein zu ätzen ist. Der Fall von G e r d e s war angeboren; am Grunde des im Baue der Nabel- schnur ähnelnden, doch zum Spindelzellensarkome neigenden (Vi r c h ow), grosse Gefässe enthaltenden Gebildes sah man kleine, placentäre Cotyle- donen. Es wurde glücklich ausgerottet. Beispiele mit angeborenem Nabelbruche vereint bringen Mauuoir (Angiom?) und Lawton bei. Dupuytren sah einen unterbundenen vorderen Darmabschnitt [wahrscheinlich ein wahres Devertikel] einen dem eben beschriebenen ähnlichen Nabelschwamm erzeugen; er behandelte ihn wie zuletzt ge- schildert. b. Die Nabelblut ung der Neugebomen, Omphalorrhagia. ' a. traumatisch. Quellen: J. Chr. Gr. Jörg, Handbuch der spec. Therapie für Aerzte am Geburtsbette. Leipz. 1835. S. 461; Derselbe, Handbuch der Geburts- hilfe 1833, S. 272. — A. Velpeau, traite complet de l'art des accouchemens. 3. e'd. Brux. 1836. p. 481 et 499. — A. Krause, Die Theorie und Praxis der Geburtshülfe. Berlin 1853. I, S. 362. — F.Weber, Beiträge zur pathol. Anat. der Neugeb. III, S. 9. — Abbildungen: Hecke r, Klinik I, Taf. 0; V a- 1 e n t a : Betz, Memorab. 1875. 7*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21023281_0115.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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