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Credit: Handbuch der Kinderkrankheiten / hrsg. von C. Gerhardt. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![Obgleich die Farbe bald heller, bald dunkler ist und das Blut öfter dünn- als dickflüssig erscheint: so lässt sich doch nicht von vornherein bestimmen, ob es aus einer Arterie oder einer Vene kommt; in den mei- sten Fällen ist es eben parenchymatös, also kapillar. Die Entscheidung, ob beim Eintritt einer Nabelblutung das Hervorquellende venös oder arteriell sei, wird noch ausserdem schwierig durch den Umstand, dass Foramen ovale und Ductus arteriosus oft noch durchgängig sind und die Vermischung des arteriellen Blutes mit dem venösen zulassen. Auch lässt sich aus dem gleichmässigen Ausströmen noch nicht schliessen, dass das Blut nur der Vene oder den Haargefässen entstamme, da die Nabelschlagadern häufig durch Gerinnsel oder durch ihre Retraction das stossweise Bluten einbüssen (Grandidier) und sich dann wie Wind- kessel verhalten. Ritter sah nur arterielle Gefässblutungen, bei 4 Knaben und 3 Mädchen, während 49 Knaben und 41 Mädchen kapillar bluteten. Unter 17 Fällen, wo man geronnenes oder flüssiges Blut in den Nabelgefässen fand, war dies 9mal in den Arterien [manchmal un- gleich oder nur in einer], 3mal in den Venen, 5mal in beiden zugleich. Zeit. Am häufigsten beginnt die Blutung am 7., überhaupt zwi- schen dem 5. und 10. Tage nach der Geburt, doch kann sie schon am 1. Tage (7 Fälle unter 135), spätestens am 63. (1 Fall) anfangen. Nicht selten gehen Blutungen unter die Oberhaut der Na- belblutung voran oder nebenher; begleitend sehen wir innere Blu- tungen (Hirnhäute, Nabelgrund) oder Blutungen nach aussen aus Höhlen (Mund, Nase, Ohren, After, Uterus) auftreten, letztere mehr am Schlüsse der Krankheit oder nach einstweiliger Stillung des blutenden Nabels. In der Regel stellen sich die Nabelblutungen danach wieder ein und dauern mit den inneren fort. Oft zeigen sich unter diesen Um- ständen auch andere Merkmale hämorrhagischer Diathese, wie Blut- unterlaufungen nach Stoss und Druck, heftige Blutungen nach gering- fügiger Verletzung der Haut. Es traten Blutungen vor der Nabelblutung 21mal auf (Ecchyinosen, häufig um den Nabel; bei einem Mädchen waren die grossen Schamlefzen geschwollen und blauroth), mit derselben oder nachher 24. Im 4. Falle von Roth bluteten eine Excoriation am Knöchel, Mund und Mastdarm ; das letzte , aus dem Nabel dringende Blut quoll faul, mit Luftblasen gemengt hervor (man hatte mehr- mals Eisenchlorid in den Nabel getropft). Ueberhaupt zeigte der Nabel bei Mehreren, zumal nach Stillungversuchen, Neigung zu Brand. Ge- legentlich blutet auch ein geschwüriger oder brandiger Na- bel secundär. Häufiger als genannte Begleiterscheinungen ist G e 1 b- sucht. Sie ist, wo sie vorkommt, nicht auf die äussere Haut beschränkt, meist auch nicht vor der Art des Stauungsicterus der Neugeborenen,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21023281_0119.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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