Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
Licence: In copyright
Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
151/394 page 139
![Sein Geschmack ist scliarf und bitterlich, dalier er am besten in Kapseln 3x1,0 gegeben wird, Aiifti-eten von Exanthemen nicht selten. *Cubebae, yFructus Cubebae, Kubeben heilien die Pfetfer ähn- lichen Früchte der Ciibeba offizinalis (Piper Oiibeba), einem Kletterstrauche auf Java und Siimati’a, Piperaceae. Sie besitzen durchdringend gewürzhaften, etwas bitterlichen Geschmack und ent- halten Terpene und Harz, welche auch in das dünne, alkoholisch- ätherische *Extractum Cubebarum, yExtraetum Cubebae, über- gehen. Man gibt sie zu o,.o—1,0 mehrmals täglich, häutig in Ver- bindung mit Copaivabalsam. Kava-Kava, die Wurzel von Piper inetliysticuin, wird in ihrer Heimat (Polynesien) zur Herstellung eines herauschenden Getränkes und als Mittel gegen Gonnorrhoe verwendet. Die wirksame Harzmasse in Santelöl gelöst wird neuerdings in Kap.seln zu 0,3 unter dem Namen Kavasantol oder Gonosan em])fohlen. Man rühmt die gute Ertragbarkeit und die l)ald sich einstellende Unempiindlich- keit der Harnröhre. Es scheint, daß dabei die schon früher bekannte lokalanästhe- sierende Wirkung des Kavaharzes (Lewin) auch bei deren tMederausscheidung in den Harnwegen sich geltend macht. R e z e p t - H e i s p i e 1: R- Iv Pulveris Cubebarum 50,0 Olei Santali 0,5 DS. 4 mal täglich '/>—1 Teelöffel D. tal. dos. No. XX ad caps. gelatinös, voll in feuchter Oblate zu nehmen. S. 3 mal täglich 2 Stück zu nehmen. R I Cerae flavae q. s. Pulveris Cubebarum 1 ut f. pil. No. 100, C. pulv. Cinna- Balsami Copaivae j momi. [oder Extracti Cubebarum] ana 10,0 DS. 3 mal täglich 6 Pillen zu nehmen. Neuntes Kapitel. Antlielmiiitliica. Wurmmittel. Der Darmkanal ist nicht bloß eine Herberge für Bakterien, sondern häufig auch für größere Parasiten, Ce st öden und Nema- toden. Die P^ntfernung mancher Bakterienarten (P'äulniserreger) ge- lingt bereits durch kräftige Abführmittel. Gegen die Plingeweide- würmer kommt man damit nicht zum Ziele, denn diese schwimmen vermöge ihrer Pligenbewegungen gegen den Strom an oder halten sich mit Saugnäpfen oder Hakenkränzen an den Darmwandungen fest. Man bringt es höchstens zum Abgang einzelner (Glieder, welcher allerdings zur Sicherstellung dei- Diagnose, ehe man die immerhin angreifende Bandwurmkur unternimmt, verwerdet werden kann.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0151.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


