Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
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Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
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![prozeiitiger Lösungen, um K o n t r a k t i on d e r P u p i 11 e, A k k o m m o- dationskrampf und Herabsetzung des intraokularen Druckes zu erzeugen. Deswegen ist das Mittel aucli sehr empfelilenswert zur Hintanhaltung des Durchbruches von tiefsitzenden, randständigen Hornhautgeschwüren. Zur Lösung von hinteren Senechien nach abgelaufener Iritis wird es alternierend mit Atropin benützt. Ph^’-sostiginin wird nicht immer vertragen. Kopfschmerzen und Erbrechen scheinen meist indirekt durch die Zerrung der Irisnerven infolge der Pupillenverengerung bedingt zu sein. Aber auch eigentliche Vergiftungen können Vorkommen, wenn die digitale Kompression des inneren Augen- winkels nach der Einträufelung unterlassen wird. Zur Anregung der Peristaltik wird es neuerdings bei Darm- 'parahjsen in vorsichtigen Dosen innerlich oder subkutan empfohlen. In der Tierheilkunde Avendet mau es subkutan bei der Kolik der Pferde an. Zu der, bei der Größe der Tiere erforderlichen hohen Dosis (ca. 0,1) eignet sich nur das leicht lösliche Physostigminum sulfuricum. Die Verordnung der Lösungen, z. B. 0,025 : 5,0, hat ad vitrum nigrum zu geschehen, zur Bereitung ex tempore eignen sich die käuflichen Physostigmin-Gelatineplättchen. Maximaldosis. Physostigminum salicylicum 0,001 (0,00.S)! Pb. G. und Ph. A. (wie Atrojiin.) Aconitin und Vevatrin. In den Wurzelknollen der bekannten Alpenpflanze Aconitum Napellus, Sturmhut, Eisenhut findet sich das kristallisier- bare, sehr giftige Alkaloid Aconitin, C34H47NO11. Ähnliche Alka- loide (Pseudaconitin, Japaconitin, Delphinin) sind in der Wurzel einiger ausländischen Aconitumarten und in den Samen der eben- falls zur Familie der Raiiunculaceen gehörigen Ritterspornart Delphinium Staphisagria enthalten. Der Wurzelstock von V e r a t r u m a 1 b u m, w- e i ß e iS’ i e s w u rz e 1, einer auf Gebirgswiesen häufig wachsenden ]Melanthacee, besitzt das kristallisierbare außerordentlichgiftigeAlkaloidProt overatrin, C32H51NO11. Ihm ähnlich, aber von schwächerer Wirkung ist das kristallisierbare V erat rin, C32H19NO0, das in den Samen von Veratrum officinale (Sabadilla officinarum) enthalten ist. Die Acouitine und Veratriiie sind nach Art des Kokains und Atropins zu- sammengesetzte esterartige Verbindungen von wenig wirksamen Basen mit organischen Säuren. Wirkung. Die genannten Alkaloide sind ausgezeichnet durch die Vielseitigkeit und große Intensität ihrei’ V irkung. Zahlreiche](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0262.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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