Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
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Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
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![zu 15 g, Kiiiderlüffel zu 8—lo g Kaffee- oder Teelöffel zu 4—5 g im Durchschnitt gerechnet. Diese Gaben Averden alle 2—3 Stunden oder noch seltener wiederholt, so daß auf 1—2 Tage, eine Sstün- dige Nachtruhe eingerechnet, nicht mehr als ungefähr 10 treffen. Mengen von 150—200, bezw. 50—100 reichen daher auf 1—2 Tage. Größere INfengen zu verordnen, ist Avegen der oft geringen Haltbar- keit, namentlich Avenn Corrigentia zur Ainvendung gekommen sind, nicht rätlich. Die Kegeln über Korrektion der Mixturen und der übrigen flüssigen Arzneiformen AA^erden in der speziellen Arzneimittellehre bei den hierfür geeigneten Stoffen (Mucilaginosa, Saccharina und Aromatia gebracht Averden. Die richtige Schreibweise bei der Verordnung 'von Mixturen und Solu- tioneii zeigt das folgende Beispiel in ansfnlirlieher (I) und abgekürzter Schreib- weise (II); I. IV Kalii jodati 8,0 solve in DS. 3 mal tägUch 1 Eßlöffel. Zu den Mixturen gehören noch die folgenden Unterarten: die Schüttel- mixturen, Mixturae agitandae, womit map die durcli Anreil)en erhaltbaren Suspensionen einer unlöslichen, pulverigen Substanz in einer Flüssigkeit versteht, und die nur mehr selten verordneten Sättigungen, Saturationes, Avelche durch Sättigung der Auflösung eines kohlensauren .Snlzeg durch eine saure Flüssigkeit erhalten werden, wobei durch rasches Zu3tüj)seln der Gefäße die Kohlensäure in der Flüssigkeit absorbiert bleiben soll, um damit eine AVirkung z)i erzielen, Avelehe jetzt viel besser durch SodaAvässer oder Brausepulver zu erreichen ist. Lösungen stark Avirkender Stoffe, Tinkturen und P luidextrakte Averden in Tropfen abgezählt. Sie heißen deshalb auch Troptenmixturen. Im allgemeinen rechnet man das GeAvicht eines Tropfens zu 0,05 = 1 Gran alten MedizinalgeAvichtes. 20 Tropfen treffen daher auf ein Gramm und 80 auf einen Tee- löffel. Da die einzelne Dosis 20—40 Tropfen selten überschreitet, reichen Quantitäten von 10—20 g daher meist auf mehrere Tage Größere Mengen von diesen haltbaren, aber stark Avirkenden Aizneien zu verordnen, ist Avegen Gefahr eines i\fißbrauches nicht rätlich. Das angegebene Gewicht eines Tro])fens ist indes nur ein ganz allgemeines, für genaue Verordnung unbrauchbares Durchschnitts- maß. Im einzelnen bestehen die größten Verschiedenheiten, bedingt II. IV Kalii Jodati 8,0 Aquae q. s. ad 200,0](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


