Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
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Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
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![fertigen und aufbcAvahren kann. Liebigs Vorschrift hat als Vorbild dieser Prä- ])arate und Milchsurrogate des Handels gedient; eine solche Variante ist Keller’s Malzsuppe. 50,0 bestes AVeizenmehl werden mit '/3 1 Milch tüchtig verrührt. Andererseits w'erden 100,0 Malzextrakt in ‘-^/a 1 Wasser auf 50 C erhitzt und 11 ccm einer lOprozentigen Kaliumkarbonatlösung hinzugegeben. Beide Flüssig- keiten werden dann vereinigt und 10 Minuten im Kochen erhalten. Hierauf wird in 6—8 Soxhlet-Fläschchen (der mittlere Tagesbedarf eines Kindes) abgefüllt und sterilisiert. Soxhlet’s JSTährzucker, ein weißes, leicht lösliches Pulver von süßem Ge- schmack und malzartigem Geruch, besteht aus gleichen Teilen Dextrin und Mal- tose, mit Zusatz von etwas Säure, Kochsalz und Kalk und dient zur Anreicherung der verdünnten Kuhmilch au stickstofffreien Nährstoffen an Stelle des bisher meist üblichen, aber in größeren Dosen abführenden Milchzuckers. Beispiel eines Nährklistieres. 250 ccm Milch = ca. 170 Kal. 30 g Traubenzucker oder Malzextrakt = s 120 s 3 rohe Eier gut verquirlt ....= = 200 = 3 g Kochsalz = s — s ca. 490 Kal. Da ein solches Klistier im günstigsten Falle nur zu ungefähr -/s resorbiert w'ird und nur 2 mal pro die gegeben werden kann, ein selbst unterernährter Mensch aber immerhin gegen 2000 Kal. am Tage braucht, so erhellt, daß Nährklistiere allein das Nahrungsbedürfnis nicht decken und immer nur einen ungenügenden Ersatz der anderen Zufuhrwege bilden können. 5. Enzyme und Fermente. *tPepsinum. Weißes oder schwach gelbliches, aus Schweine- magen hergestelltes Pulver, von dem ein Dezigramm mit 100 Wasser und 10 Tropfen Salzsäure gemischt 10 g gekochten, fein zerriebenen Hühnereiweißes bei 55 o C in einer Stunde lösen soll, kann in jenen seltenen P'ällen gegeben Averden, wo der Magensaft arm an Pepsin ist. *fVinuin Pepsini, Pepsinwein ist Xeres- oder Marsalawein mit Zusatz von 2'^ii°lo Pepsin und annähernd 0,1 ®/o Salzsäure. Ph. G. schreibt außerdem noch uuzweckmäßigenveise Zusatz von Glyzerin, Zucker und Pomeranzentiuktur vor. Papain Ein aus dem Saft der Carica papaja hergestelltes, dem Trypsin ähnliches Enz3'm. Es löst das -Eiweiß ungefähr gleich rasch wie das offizinelle Pepsin, unterscheidet sich jedoch von diesem durch den Umstand, daß es dies auch bei alkalischer Reaktion vermag und dadurch auch die Verdauung im Dünndarm zu unterstützen imstande ist. Taka-Diastase wird aus der von den Japaneni bei Bereitung des Reis- weines verwendeten Hefe fabrikmäßig dargestellt. Verzuckert noch bei stark saurer Reaktion, also auch im Magen. Bierhefe (Faex medicinalis, Levurinose), ein haselnußgroßes Stück in Wasser verschüttelt, bei jeder Mahlzeit genommen ist bei Furujiknlose, welche auf Dannautointoxikation beruht, bewährt gefunden worden. Bei Fluor albus wird](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0356.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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