Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
Licence: In copyright
Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
38/394 page 26
![heißer Teeaufguß, Abkocliuug, Breiumsclilag zu erlialten. Die hier- bei üblichen Maße sind; für die iSpezies der mäßig geliäufte Tee- lötfel = 1,5—2,0 g und für das Wasser der Tassenkopf ==5= 100. Selbstverständlich eignen sich zu dieser Verorduungsweise nur schwachwirkende Drogen. Bei diesen sollte sie aber die Regel bilden, da das Medikament, besonders bei öfterer W iederholung, viel billiger zu stehen kommt als das aus der Apotheke fertig bezogene Infus oder Dekokt. Die nötigen Corrigentia müssen mit den Spezies gut meng- bare Beschaffenheit haben, am besten also selbst zerkleinerte Pflanzen- teile sein, wie Süßholz oder aromatische Rinden. Blätter und Früchte. Die Anweisungsformel ist M. flaut (f.) species. DS. Wird dem I). nichts hinzugefügt, so wird in Papiersäckchen abgegeben. Bei Drogen mit flüchtigen Stoffen (ätherischen Ölen) ist es zweckmäßiger, um das rasche Ausriechen zu verhindern, in Pappschachtel zu ver- ordnen und daher zu schreiben; M. f. si>ec. D. ad scatulam. H Radicis Valerianae Ilerbae Melissae ana 20,0 ÄI. f. spec. D. ad scatulam S. 2 Teelöffel mit 1 Tasse W'asser kalt zu übergieüeii und 2 Stunden ziehen lassen. [Macerations-Species.] IV Fructuuin .luniperi 20,0 — Foeniculi 10,0 Rad. Liipiiritiae 15,0 M. f. spec. DS. 1 Teelöffel mit 1 Tasse lieißen Wassere zn übergießen. [Infusions-Species.j IV Specieruin Gort. Frangulae 30,0 DS. 3 Teelöffel mit 3 l’assen beißen 'Wassere auf 2 einzukochen und morgens und abends 1 Tasse zu trinken. [Dekokt-Species.] 2. Pulver. Die Pulver (von pulvis, der Staub) sind eine sehr zweckmäßige und, sofern es nicht abgeteilte Pulver sind, auch billige Arzneitorm. Nach dem Grade der Zerteilung unterscheidet man grobe und feine Pulver (pulvis grossus und i)ulvis snbtilis). Unter Piihei ohne nähere Bezeichnung wei’den immer letztere verstanden. In Pulverform können nicht bloß die meisten testen SubsRinzen sondern auch viele weiche und selbst flüssige Körper gebracht weiden, wenn man sie mit einer entsprechenden Menge eines inditterenten I^ulvers verreibt. Weiche (narkotische) Extrakte z. B. t\eiden in](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


