Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
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Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
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![welche iiifolg:e des ]ial)ituellen Genusses des in Frankreich selir be- liebten Absinthlikürs neben Symptomen von chronischem Alkoholis- miis beobachtet werden. An Stelle der einfachen *Tinctura Absinthii führt Ph. A die Tinctura Absinthii composita, welche noch einige andere Bittermittel der Klasse a und b enthält. J'Rhizoma (Radix) Calami, Kalmuswurzel, mit ^''fExtractum Ca- lami. *fTinctura Calami und *01euni Calami von Acorus Calamus, einer asiatischen, nunmehr in ganz Mitteleuropa an sumpfigen Orten verwildert zu findenden Aroidee. Von bitterem und gleichzeitig stark aromatischem Geschmack, in der Volksmedizin besonders geschätzt und früher auch zu hautreizenden Bädern verwendet. 7Glandulae Lupuli, Hopfenmehl, die von den Fruchtzapfen des Hopfens. Hiunnlus Lupulus. durch Sieben getrennten Drüschen. Ein grünlich gelbes Pulver von durchdringendem, eigentümlichem Geruch und gewürzhaftem, bitterem Ge- schmack. Der Bitterstoff (die « und ß Hopfeubittersäure) ist, direkt dem Blute einverleibt, sehr giftig, per os aufgenommen hingegen auch in großen Gaben unwirksam, weil er rasch in den (Geweben zerstört wird. Infolgedessen erzeugt er auch in Fonn von Bier, in welcliem er überdies bereits größtenteils in ungiftige Derivate umgewandelt ist, keine Vergiftungserscheinungen. Früher in Pulver zu 0,.7 auf Emj)fehlung nordamerikanischer Arzte hin im Gebrauch gegen Er- regungszustände der Sexualsphüre (Pollutionen usw.). *-}-(vOrtex Cascarillae. Cascarillrinde, mit *Extractum CascariUae und f Tinctura Cascarillae von der baumartigen Buphorbiacee Croton Eluteria, West- indien. Enthält ätherisches Öl, Bitterstoff (Cascarillin) und Gerbstoff, wirkt also auch adstringierend. jHerba Millefolii, Schafgarbe, von der einheimischen Achillea Hille- folium. Nur mehr als Volksmittel im Gebrauch. *Elixir amarum, bitteres Elixir. ist im wesentlichen eine mit Wasser ver- dünnte Auflösung von Wermutextrakt in gleichen Teilen Tinctura amara und aromatica. Elixir Aurantiorum compositum. Pomeranzenelixir, ist der Auszug von Pomeranzenschalen mit Xereswein, in welchem Enzian-, Bittcrklee-, M'^ermut- nnd Casearillenextrakt aufgelöst sind. Von ähnlicher Zusammensetzung ist die Tinctura stomachia Ph. A. E. Elixir ist eine veraltete Bezeichnung für sehr zusammengesetzte iüixturen. Die genannten Kompositionen, welche ihrem Namen alle Ehre antnn. u-urden für besonders wirksam gehalten. Da es nur Weine und verdünnte 'J’inkturen sind, müssen die Gaben etwas größer sein als bei d(‘ii eigentlichen Tinkturen, tee- löffelweise. fSpecies amaricantes, Bittertee, sind zusammenge.setzt aus Wermut- kraut, Tausendgüldenkraut. Orangenschalen je 20, Bitterklee, Kalmuswurzel, Enzianwurzel Je 10, Zimtrinde 5. In Aufgüssen 1 Eßlöffel auf 1 Tasse Wasser oder Wein, beliebtes \’'olksmittel. c) A/mara niueilaffinosa. Radix Colombo, fR. Calumba, Columbowiirzel. von .Tateorrliiza Caliimba. einem Bclilingstranche OstafVikas. Entliält das Alkaloid](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0073.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


