Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
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Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
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![[laiitreizniittel. 7:-} Senfbäder, bereitet durch Zii.satz von Seiit'inchl lOi)—2.')0 zu einem Voll- had sind ffefjenwiirtiff weni«: inelir ühlieh. Hand oder FuIShäder aus 2—Hände voll Senfmelil und Kochsalz mit 2—3 Klilöffel Pottasche und warmem Wasser hi'reitet stehen im Rufe. Aderhauterkrankun«:en und die mali^-iie Form der rapid fortschreitenden Kurzsichti<>keit g'ünstiij zu Iteeinllussen. Man verordnet sie am besten unmittelbar vor dem Zubettgehen unter allmählichem Ziigielien von ludßem Wasser, so lange als es ertragen wird. Nach ö—15 ]\linuten werden die Hände resp. Füße für einen Augenblick in kaltes Wasser getaucht, sodann kräftig frottiert und in ein Wolltuch gehüllt. *-{-Spiritus Sinapis, Senfgeist, eine Auflösung von 1 Senföl in 19 \\''ein- geist, dient ab und zu zu hautreizenden Finreibuugen. *Semen Erucae, weifser Senfsamen, von Sinapis alba wird zu 1—2 Tee- löffel als Stomachicuiu >ind Aperitivum gebraucht. *Herba Cochleariae. das Löffelkra\it, aus iler einheimisclum Crucifere Coch- learia officinali.s, mit dem ^Spiritus t.'ochleariae, stand früher im Rufe gegen Skorbut und ist derzeit noch als Zusatz zu ■Mundwässern üljlich. Es enthält das ebenfalls stark reizende Rutylsenföl. Dem AUylsenföl ähnliche Stoffe sind ferner enthalten in den Zwiebeln dem Meerrettich und dem Knoblauch. d) Harze und Gummiharze. Harze sind Gemenge verscliiedener, zum größeren Teil nicht näher gekannter Säuren, sog. Harzsäuren, tvelche den Terpenen (ätherisclien Ölen) nahe verwandt sind und in ihnen gelöst die sog. Balsame bilden. Gummiharze nennt man die erhärteten Emulsionen von Bal- samen (Harzen und Terpenen) in gummiartigen Stoffen. Beide dienen als KJehcmittel zur Herstellung von Pflastern und ähnlichen Arzneiformen. Sie sind indes für die Haut keineswegs inditterent, sondern reizen dieselbe ohne Ausnahme, einige so stark, daß sie mit V orliebe als Zusatz zu hautreizenden, sog. maturierenden -Pflastern gebraucht werden. ■'Colophonium, -|-Resina Ooloj)honii, Kolo]diouium, das aus Abietinsäure- auhy<lrid bestehende H a rz des gern einen Terjieu tiu.s. wunle bereits bei diesem erwähnt. Durch trockene Destillation entsteht <las -j-Oleum Resinae empyreii- maticum, Harzöl, Restamlteil des (’ollemphistrum udliaesivum. Dammar, Dammarharz von Dammara allia, einer hohen, der Edeltanne gleichenden Konifere .Südindiens. Restamlteil des Emplastrum adJiaesiv\im. yResina Elemi, Elemiharz von melirereii nicht genauer gekannten Räumen der Phlippineu. W inl manehmal zur Herstellung von Pflastern und Salben benutzt. •fResina Mastix, Masti.x von Pistacia Dentiscus. einem auf Ohios kulti- vierten Raume. Jiestaudteil des -j-E. (äuitharidiim ]u;rpetuum und-[-E. o.xycroceum. yResina Sandaraca, .Sandarak, das Harz von Callitris (juadrivalvis, Koni- fere N’ordafrikas. Restandteii iler ('(dhunplastra. Räucherpulver.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0085.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


