Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner.
- Tappeiner, H. von (Hermann von), 1847-1927.
- Date:
- 1907
Licence: In copyright
Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre und Arzneiverordnungslehre : unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und österreichischen Pharmakopoe / von H. v. Tappeiner. Source: Wellcome Collection.
86/394 page 74
![*Benzoe, -{-Resina Benzoe heißt das Harz, das aus Rindeneinschnitteii von Styrax benzo'in, Sumatra, gewonnen wird. Es enthält Benzoesäure und Vanillin, dem es den angenehmen Geruch verdankt. Die daraus dargestellte '“tTinctura Benzoes wird viel verwendet als Ge)-uchscorrigens von Salben, Po- maden und anderen kosmetischen Artikeln. Früher auch als JExpectoraiis und Verbandmittel für schlecht heilende Wunden gebraucht. *Ammoniacum, -jGummiresina Ammoniacum, Ammoniakgummi, Ammoniakharz, der erhärtete ]\Iilchsaft (Gummisaft) von Dorema Ammoniacum, einer Umhellifere Persiens, dient zu hautreizenden Pftastem. *0-albanum, tGummiresina Galban um, Mutterharz, der erhärtete Milchsaft von Ferula galbaniflua, Umhellifere Persiens. Eines der ältesten Heilmittel, wie voriges früher innerlich als Expectorans ähnlich wie die Bal- same, jetzt nur mehr als Zusatz stark hautreizender Pflaster verwendet, z. B. *Em])lastrum Inthargyri compositum, Gummipflaster, vergl. Bleipflaster, und fEmplastrum oxycroceum, harziges Safranpflaster aus Ammoniakgummi, Galbanum, Kolophonium, Terpentin, Weihrauch, Mastix, Safran und gelbem Wach» zusammengesetzt. -|-Gummireaina Olibanum, Weihrauch, Gummiharz mehrerer zur Gattung Bosw'ellia gehörigen Bäume Arabiens und des Somalilaudes. Bekanntes Räucherungs- mittel. Auch als Zusatz zu Pflastern gebraucht. *Myrrha, fGummiresina Myrrha, Myrrhe, der eingetrocknete Gummi- harz von Balsamea Myrrha (Commiphora Myrrha), einem Baume Arabiens und des Somalilandes. Seit den ältesten Zeiten geschätztes Räucherungsmittel, Ge- würz und Heilmittel zu 0,3—1,0 in Pulvern und I'illen (Stomachicum, Expec- torans und Emenagogum). Jetzt nur mehr äußerlich in Form der *fTinctura Myrrhae 1 ; 5 als milde reizendes Mittel hei schlecht heilenden Geschwüren und Wunden, znni Be])inseln gelockerten Zahnfleisches und als Zusatz zu Mund- wässern. *Asa foetida, yGummiresina Asa foetida, Asant, Stinkasant, ein- getrockneter Milchsaft von Ferula scorodosma und Ferula Narthex, Hochasien, von ekelhaftem, an Knoblauch erinnerndem Geruch. Enthält zwei anscheinend wirkungslose ätherische, schAvcfelhaltige Öle. In Form von Tinkturen gegen Hysterie früher gebraucht wie (^'a-storeum. Auch als blähungtreiheiide» Mittel in I’illenforui. Kanthariden und Krotonöl. Außer den flüchtigen vermögen auch manche nicht flüchtige spezifisch reizende Stofle (Acria) die Epidermis zu durchdringen. Sie wirken langsamer, aber anhaltender und intensiver als die flüchtigen. Als Folge erscheint eine Entzündung mit Fustel- oder Blasenbildung., welche bei nicht zu langer Bhnwirkung des Mittels auf die Oberfläche der Cutis beschränkt bleibt und, von etwas Pigmentierung abgesehen, ohne bleibende Veränderung zu hinterlassen wieder heilt. *'j'0leum Crotonis, Krotonöl, dunkelgelbes Öl, das schon zu einem Tropfen auf der Haut eine imstulöse Entzündung (kleine, getrennt](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28096137_0086.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


