Die Heilpflanzen der verschiedenen Völker und Zeiten : ihre Anwendung, wesentlichen Bestandteile und Geschichte ein Handbuch für Ärzte, Apotheker, Botaniker und Droguisten / von Dr. med. et phil. Georg Dragendorff.
- Johann Georg Noël Dragendorff
- Date:
- 1898
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Credit: Die Heilpflanzen der verschiedenen Völker und Zeiten : ihre Anwendung, wesentlichen Bestandteile und Geschichte ein Handbuch für Ärzte, Apotheker, Botaniker und Droguisten / von Dr. med. et phil. Georg Dragendorff. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Equisetinae. Lycopodinae. Gl palustre, die für manche Thiere giftig sind, sind alkaloidische Substanzen aufgefunden. Die medicinische Anwendung beschränkt sich meistens auf die Ausnutzung diuretisch wirkender Bestandtheile, die angeblich in allen verkommen. Officinell sind Eqiiisetum arvense L., Zinnkraut, Katzenwedel, Equis. minor, Hij)- puris des Gal., das aber auch Equisetwn limosum L. bedeutet. Dieses ist bei I. el B. als Dsanab elchail (Zanab ul-cheil), Kunjäth und Janischtah bezeichnet. Equisetum palustre L. S. oben und Pancerzynski, „Beitr. z. Kenntn. der Wirkung von Equis. palustre und limos.“ Dorpat 1890. Equisetum variegatum Schleich., und Equisetum Telmatya Ehrh. (Equis. fluviatile Gouan.), sind das Equis. major der älteren Medicin. Equisetum hiemale L. Als Adjuvans für Digitalis bezeichnet und in China bei Augenentzündungen als Muh-ts’ih (P. S.) empfohlen. Anal. s. Young, Am. Ph. J. 1886, 417. Equisetum silvaticum L., Equisetum hogotense Kth. — Neugranada — und Equisetum giganteum Thunh. (E. ramosissimum Desf., E. elongatum Willd.) — Euro])a, Asien, Nordafrica, Westindien und Südamerica. — Als Adstringens bei Gonorrhoe und Diarrhoe gebraucht. Lycopodinae. Blätter klein. Sporangien einzeln, meistens in der Achsel an der Basis der Blätter. Sporen bei den Lycopodiaceen und Psilotaceen gleich, bei den Selaginellaceen kommen je vier Macrosporen in einem Macro- sporangium und viele Microsporen in besonderen Microsporangien vor. Man kennt 113 Arten, meistens Landpflanzen (Isoetes im Süsswasser wachsend). Auch hier hat die chemische Analyse nur wenig characteristische Bestandtheile ergeben. Einzelne hiehergehörige Pflanzen (Selago) enthalten drastisch wirkende Harze, und neuerdings hat man in einigen auch alkaloidische Substanzen aufgefunden. Durch rothen Farbstoff ist Lycop. rubr. ausgezeichnet. Dass in einzelnen Lycopodineen (Selaginella etc.) reichlich Thonerde beobachtet wurde, sei hier noch besonders an- gemerkt. Ly copodiaceae. Lycopodium clavatum L., Bärlapp, Teufelsklaue, Drudenfuss, Jo- haimisgürtel. — Mittel- und Nordeuropa, Sibirien, Japan, Nord- und Südamerica, Südafrica, Australien. ■— Kraut und S])oren als Diuretica, letztere auch als Streu])ulver gebraucht. Langer’s Anal, der Sporen ergab Lycopodiumölsäure (Dioxystearinsäure), in dem reichlich vorhandenen Fett Glyceride der Oel-, Arachin-, Stearin-, Palmitin-, Myristin-, a-Decyl- und Isopropylacrylsäure; ausserdem Phytostearin etc. (Arch. f. Ph. 1889, 227. 241 u. 625). In Deutschland seit der Mitte des 17. Jahrh. gebraucht. Die Si)oren früher zu abergläubischen Curen etc. verwendet. Lycopodium annotinum L. wird im Gouv. Perm ebenso benutzt. Auch Lycopodium inmidatum L. und Lycopodium complanatum L. (L. Cliamaecyparissias A. Br.) finden in einzelnen Tlieilen Europas gleiche Verwendung. In letzterer Pflanze fand Bödecker ein alkaloidisches Lycopodin (Jahrb. f. Ph 1881/2, 69).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28996203_0071.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)