Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker.
- Date:
- 1863-1875
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Credit: Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker. Source: Wellcome Collection.
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![Arthropoda. Thiere mit seitlich symmetrischem, gestrecktem, hete- ronom gegliedertem Körper, dessen einzelne Segmente meist zu formell unterschiedenen Körperabschnitten vereinigt sind und an dessen Gliederung nicht mehr a 11 e Sy s te m e gl e i ch- mässig Theil nehmen. Die Körperbedeckung (durch Chitin) zu einem Hautskelet erhärtet; Bewegungsorgane sind meist deutlich gegliederte (fussartige) Anhänge, welche stets Fort- sätze der Körpermuskulatur in sich aufnehmen. Centraltheil des Nervensystems ein gegliederter Bauchstrang, meist mit Schlund ring und Gehirn. Darm mit bauchständigem Mund und meist endsländigem After. Geschlechter fast durchweg getrennt. Entwickelung häufig über das Eileben hinaus ver- längert oder mit Metamorphose. Der Körper der Arthropoden, d. h. der mit beweglich eingelenkten Glied- maassen versehenen Gliederlhiere zeichnet sich bei vollständiger seitlicher Symmetrie und vorwiegender Ausdehnung in der Längsrichtung durch eine von queren Einschnitten seiner Bedeckung herrührende, grössere oder ge- ringere Zahl von Körperringen [Segmenta] aus. Diese Segmente, deren Zahl meist eine constante ist und an denen sich in der Mehrzahl der Fälle die Rücken- und Bauchseite formell unterscheiden lässt, stellen sich mit Aus- nahme weniger Formen, welche den Uebergang zu den Annulaten vermitteln, als un gleich Werth ig (heteronom) dar^ indem sie einerseits in Grösse und Form unter einander verschieden sind, andererseits durch engere Verbindung einzelner unter einander oft deutlich geschiedene Segmentcomplexe hervor- rufen. Beides ist der unmittelbare Ausdruck der von diesen Segmenten oder Segmentgruppen eingeschlossenen inneren Organe, welche sich nicht in jedem Körperringe gleichbleiben oder in analoger Weise wiederholen, sondern sich wenigstens der Hauptmasse nach in bestimmten Segmenten, die dadurch gleichsam functionell individualisirt werden, anhäufen. So treten z. B. ganz allgemein die Sinnesorgane in den vordersten als »Kopf« bezeichneten Seg- menten des Arthropodenkörpers auf, während die Masse der Bewegungsor- gane in anderen Ringen, die der »Brust« oder dem »Hinterleib« angehören, in Handb. d. Zool. II. \](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907791_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)