Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker.
- Date:
- 1863-1875
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Credit: Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![der sogenannte Fetlkörper {Corpus adiposum) der Insecten , welcher sich besonders während der Larvenperiode in Form zahlreicher, gewöhnlich gelb gefärbter einzelner Lappen, die durch feine Tracheenzweige mit einander zu- sammenhängen , einerseits an den Wandungen der Leibeshöhle , andererseits in den Zwischenräumen der verschiedenen Eingeweide mehr oder weniger massenhaft angehäuft findet. Dass derselbe im Larvenzustande sich ansam- mele, um während der Puppenruhe behufs der Ernährung und Respiration verbraucht zu werden, ist übrigens eine noch näher zu begründende An- nahme, da man ihn im Hinterleib vieler Insecten bald nach dem Verlassen der Puppe in grosser Menge vorfindet, während er mit der allmählichen Ent- wickelung der Fortpflanzungsorgane immer mehr an Umfang abninmit. Endlich finden sich sehr allgemein unter den Insecten verbreitet noch zwei Arten eigenthümlicher Absonderungsorgane vor, von denen die soge- nannten Glandulae odoriferae vorzüglich den Imagines, die Spinn- di'üsen nur den Larven zukommen. Erstere bestehen entweder in einfachen unter der Körperhaut gelegenen Drüsensäcken , deren Ausführungsgänge auf den weichen Yerbindungshäuten der Leibessegmente oder an den Gelenkverbin- dungen der Beine ausmünden und daselbst eine stark riechende, oft ätzende Flüssigkeit absondern, oder sie treten in Form von Afterdrüsen auf, deren sehr scharfes Secret (Buttersäure) sich in einer contractilen , mit dem Aus- führungsgange communicirenden Blase ansammelt und neben dem After als Vertheidigungsmittel ausgespritzt wird. Letztere — die S p i n n d rü s en — stellen zwei lange, beiderseits in der Hinterleibshöhle gelegene Blindschläuche dar, deren Ausführungsgang auf der Lntei lippe mündet und deren Secret die F^igenthümlichkeit besitzt, beim Zutritt der Luft zu einem Faden zu gerinnen; l)ei denjenigen Larven, welche zeitlebens spinnen, schon von vorn herein ent- wickelt, bilden sie sich bei anderen , die dies nur zur Verpuppung thun, erst im späteren Alter aus. Der C i r c u 1 a t i on sa p p a r a t der Insecten ist auf ein in der Mittellinie des Hinterleibsrückens gelegenes Gentraiorgan, das Rückengefäss [Vas dorsale] beschränkt, welches durch Quereinschnlirungen in eine den Hinter- leibssegmenten entsprechende Zahl von Kammei-n getheilt ist und aus seinem vorderen Ende eine sich in den Thorax und Kopf hinein ei streckende, röhren- förmige Verlängerung, die Aorta abgiebt. Die Befestigung des Rückenge- fässes an den Dorsalplatten des Hinterleibes wird durch dreieckige iMuskeln, welche jederseits von der Ober- und Unterseite der einzelnen Kammern mit ijreiter Basis entspringen und sich gegen ihre Anheftungsstelle am Hautskelet hin verschmälern , bewirkt (F1 ü g e l m u s k e 1 n des H e rz en s , /l Zoe co?'d/5) und durch diese gleichzeitig eine Art Sinus abgegrenzt, in welchem das aus dem Körper zurückgeführte Blut sich ansanmielt, um durch die seitlichen Klappen der einzelnen Herzkammern in das Rückengefäss einzutreten. In diesem wird es durch successive Gontraction der einzelnen Kammern in der Richtung von hinten nach vorn getrieben und gelangt aus der vorderen Oeff- nung der Aorta in die verschiedenen Körpertheile , wo es ausschliesslich in lacunären Bahnen, hauptsächlich den Tracheen folgend, jedoch nicht, wie Blanchard beobachtet zu haben glaubte, zwischen den Häuten derselben (peri-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907791_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)