Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker.
- Date:
- 1863-1875
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Credit: Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![die Modificalionen einzelner Organe bewegen, angedeutet werden. Die bei der Mehrzahl ansehnlichen, bei manchen sogar zu einer grossen Ausdehnung ent- wickelten Netzaugen werden in einzelnen Fällen durch zusammengehäufte Einzelaugen ersetzt und gehen zuweilen selbst ganz ein: die sehr allgemein ' vorkommenden Ocellen sind zu dreien, seltner zu zweien vorhanden. Die Fühler treten wie bei den Hemipteren und Dipteren in zwei ziemlich scharf gesonderten Graden der Entwickelung auf, indem neben der langgestreckten, vielgliedrigen Form auch kurze, borstenförmige, nur aus wenigen Gliedern j bestehende (Libellen, Ephemeren) vorkommen. Die im Allgemeinen sehr kräftig entwickelten Oberkiefer verkümmern nur da, wo die Imago überhaupt keine Nahrung zu sich nimmt [Epheynera] und wo die übrigen Mundtheile gleichfalls rudimentär geblieben sind. Die Kiefertaster sind bei der iMehrzahl fünf-, in einzelnen Fällen selbst siebengliedrig, nur bei den Libellen auf ein einzelnes Glied reducirt; die Lippentaster zeigen in der Regel drei Glieder, j Der Prothorax, in Form und Grössenentwickelung den mannichfachsten ' Schwankungen unterliegend, ist an den folgenden Ringen stets frei beweglich eingelenkt; die Hinterflügel, wenn sie nicht im Verein mit den Vorderflügeln ganz fehlen, ebenso oft zusammenfallbar als flach ausgebreitet. Die Zahl der Tarsenglieder schwankt meist zwischen fünf und drei, geht jedoch bei ein- | zelnen Formen auch bis auf zwei herab. Der oder die letzten Hinterleibsringe sind allgemein zu zangen-, griffet - oder borstenförmigen Ana 1 a n h ä n ge n {Äppendices anales) umgestaltet. Von den inneren Organen erreicht der Darmkanal der Orthopteren ent- weder nur die Länge des Körpers oder er übertriff't dieselbe, indem er sich zu einer Schlinge zusammenlegt, nur unbedeutend. Das Vorhandensein oder Fehlen eines Proventriculus, worin oft bei sonst ganz nahe verwandten Formen eine Schwankung eintritt, richtet sich stets nach der animalischen oder vege- tabilischen Nahrung; mit seiner Anwesenheit ist stets eine starke Entwicke- lung von Speicheldrüsen verbunden. Die Vasa Malpighi sind mit einigen Ausnahmen {Termes, Psocus, Poduraj, wo sie in geringer Zahl vorhanden und | langgestreckt sind, kurz und zahlreich, treten übrigens in letzterer Form nach Rathke's Untersuchungen auch bei den Jugendzusländen der als Ausnahmen bezeichneten Gattungen auf. Am Bauchmark sind der gestreckten Form und I vollkommenen Segmentirung des Hinterleibes gemäss die sänuutlichen Gang- r lien mit Ausnahme der beiden hintersten durch Commissuren getrennt und 1 letztere lassen ganz besonders deutlich die Trennung der motorischen und j sensitiven Fasern in Form von vier isolirten Strängen erkennen ; charakteri- stisch ist auch die schon von Difour hervorgehobene Länge des Bauchmarkes, welche die des Hinterleibes übertrifft und zu einer Windung des hinteren Theiles Anlass giebt. Die Tracheen zeigen bei den mit starkei' Flugkraft be- gabten Formen blasenförmige Erweiterungen und sind nicht seilen durch in- tensive Färbung [Locusta, Lihellula) ausgezeichnet. Am schärfsten charaklerisirt ist die Ordnung der Orthopteren durch die 3 Art ihrer Verwandlung, welche ihr unter den beissenden Insecten allein zu- j kommt und sich bei allen ohne Ausnahme durch den Mangel einer Puppen- • form zu erkennen giebt. In Betreff der Aehnlichkeit der dem Eie entschlüpfen-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907791_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)