Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker.
- Date:
- 1863-1875
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Credit: Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker. Source: Wellcome Collection.
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![Protozoa. Meist mikroskopisch klei-ne Thiere, deren Körper weder eine durchgreifend typische Form, noch eine Zusammen- setzung aus Geweben und Organen erkennen ]ässt. Während bei den anderen Typen des Thierreichs schon die allgemeine Gestalt der einzelnen Thiere ihre Stellung in dem einen oder dem andern bezeichnet, bietet bei den als Protozoen zusammengefassten Thieren die Körperform nichts Gemeinsames dar. Im Gegentheil finden wir hier Thiere. welche wir wurmförmig, polypenförmig, schneckenförmig nennen können, ohne jedoch durch diese äussere Aehnlichkeit mit jenen höheren Thierformen berechtigt zu sein, sie ihnen direct anzuschliessen. Wie in allen übrigen Fäl- len muss uns auch hier die Gesammtorganisation leiten. Dieselbe ist so ein- fach, dass die Protozoen eine Zeit lang für einzellige Geschöpfe angesehen wurden. Jedenfalls kann von einem Aufbau des Protozoenkörpers aus Ge- weben nicht gesprochen werden. Wenn auch die grösseren Formen einen complicirteren, jedoch immer nur mit Hülfe des Mikroskops zu erforschenden Bau darbieten, so lassen sich doch auch bei diesen weder einzelne Gewebs- formen, noch Orizane in der den höheren Thieren eisenen Absrenzuns nach- weisen. An dem Aufl^au des Körpers betheiligen sich vielleicht stets auch hier Elemenlartheile, dieselben sind jedoch der genaueren Untersuchung ent- rückt: und wie wir sie während der Entwickelung der Protozoen oder wo sie sonst zur Erscheinung kommen, bis jetzt wenigstens nicht gut mit den Elementartheilen höherer Thiere vergleichen können, lassen sich am ent- wickelten Körper nur Andeutungen einer Zusammensetzung aus solchen wahr- nehmen. Der Körper der Protozoen besteht aus einer homogen erscheinenden^ halbweichen, contractilen Substanz, welche sich nach aussen zuweilen zu einer Haut - oder Rindenschicht verdichtet und dann hier mannichfache An- hänge trägt, im Innern dagegen ohne eine Leibes- oder Darmhöhle zu bilden die Körperform meist gleiohmässig erfüllt. Die verschiedenen Grade der Dif- ferenzirung einer Corticalschicht von der übrigen Körpersubstanz können als verschiedene Stufen des Protozoentypus betrachtet werden. Ist das Körper- parenchyra nach aussen durch keine Membran begrenzt, dann bildet es 'Rhi- zopoden) stärkere oder feinere, der Form und Ausdehnung nach sich stets verändernde Fortsätze [Pseudopodien], welche die Locomotionswerkzeuge dieser Thiere darstellen. Bei den Gregarinen ist die Haut ohne Anhänge: beiden 36*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907791_0577.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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