Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker.
- Date:
- 1863-1875
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Credit: Handbuch der Zoologie / von Jul. Victor Carus und C.E.A. Gerstaecker. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![t. Zunft. Plaiiipeunia (Latr.) Burm., Plattflügler. Vorder- und Hinterflügel gleichartig, die letzteren niemals faltbar. Mund- theile vollständig ausgebildet, zum Kauen befähigt: Oberkiefer kräftig, hornig, Unterkiefer mit zwei getrennten Laden und fünf- bis sechsgliedrigen Tastern, Unterlippe frei mit dreigliedrigen Tastern. Prothorax meist von mittlerer, nicht selten von bedeutender Entwickelung, Meso- und Metathorax fast von gleicher Form und Grösse; Tarsen stets fünfgliedrig. — Larven ohne Hülle, theils mit beissenden, theils mit eigenthümlich gebildeten saugenden Mund- theilen, der Mehrzahl nach keine Wasserbewohner. Brauer, F., Versuch einer Gruppirung der Gattungen in der Zunft Planipennia, mit besonderer Rücksicht auf die früheren Stände. (Stettin. Entom. Zeit. 1852, p. 71.) LoEw, H., Abbildungen und Bemerkungen zur Anatomie einiger Neuropteren-Gat- tungen. (Linnaea entomol. III, p. 343. Taf. 1—6.) Fem. Megaloptera Burm. Kopf senkrecht gestellt, Augen halbkuglig, Ocel- len meist fehlend: Fühler faden- oder schnurförmig, zuweilen gekeult. Unter- lippe mit stark entwickelter, ungelheilter Ligula und dreigliedrigen Tastern, Unter- kiefer mit zweigliedriger Aussenlade. Vorder- und Hinterflügel in Grösse und Form gleich oder die hinteren schmaler, in der Ruhe meist dachförmig aufliegend ; Tarsen ohne erweiterte Glieder. Hinterleib schlank, linear, mit acht bis neun deutlichen Ringen. — Larven sich von anderen Inseclen nährend, welche sie mit paarigen Saugzangen ergreifen und aussaugen ; dieselben werden durch eine Vereinigung der jederseitigen Ober- und Unterkiefer gebildet, indem sich die fadenförmigen letzteren in eine untere Rinne der sichelförmigen ersteren einschlagen.' Verpuppung in einem Cocon, das die Larve mit einem im Mastdarm befindlichen Spinnorgan anfertigt. Die ziemlich zahlreichen, im Inlande meist kleinen und unscheinbaren Arten errei- chen in den Tropengegenden zum Theil eine ansehnliche Grösse und zeichnen sich hier ebensowohl durch schöne Zeichnung [Myrmeleon] als durch elegante Form der Flügel [Nemoptera] aus ; bei einigen [Ascalaphus] ist die habituelle Aehnlichkeit mit Schmetter- lingen auffallend. Während die einen [.),yrmeleon] äusserst träge sind und meist an Zwei- gen angeklammert gefunden werden, thun sich andere wenigstens zur Paarungszeit durcli sehr lebhaften und hohen Flug her\or [Ascalaphus, Nemoptera). Von besonderem Interesse sind die Larven dieser Familie, die sich durch ihre intellectuellen Fähigkeiten in sehr bemerkenswerther Weise vor dem entwickelten Insecte auszeichnen; die List, deren sich einige zur Erbeutung ihrer Opfer bedienen [Myrmeleon) , hat in der Insectenwelt kaum ihres Gleichen. Nicht minder auffallend sind gewisse Eigenthümiichkeiten in ihrer Orga- nisation : eine Mundöffnung fehlt, indem die mit drei- bis fünfgliedrigen Tastern ver- sehene Unterlippe mit dem Kopfrande fest verwachsen ist und die in die Saugzangen ge- langende Flüssigkeit aus diesen unmittelbar in den Oesophagus übergeführt wird. Der Kopf ist jederseits mit sechs bis sieben einfachen Augen und mit kurzen , gegliederten Fühlern versehen; die Beine haben eingliedrige Tarsen, der Hinterleib ist voluminös, meist beträchtlich breiter und kürzer als bei der Imago, auf der Oberfläche warzig. Brauer, F., Beiträge zur Kenntnlss der Verwandlung der Neuropteren. (Verhandl. d. zool. botan. Vereins in Wien, IV, p. 463 ff. und V, p. 479 u. 777 flf.) 1. Gruppe. Fühler der Imago gegen die Spitze keulenförmig verdickt. Larven mit grossem Kopfe , am Innenrande gezähnten Saugzangen und anliegenden Lippentastern; ihr Prothorax klein, der Hinterleib kurz und breit. (M y r m e 1 e o n t i d a e.) i.Gatt. My rme 1 e 0 n Lin. [Myrmeculeon Burm.), Ameisenlöwe. Fühler kurz und dick, gegen die Spitze hin allmählich keulenförmig verdickt; Augen halbkuglig, ungetheilt. Prothorax vorn lappenförmig hervorgezogen, den Hinterkopf überdeckend, Flügel von;](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21907791_0084.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)