Ueber einen Fall von Tubarschwangerschaft, ein Beitrag zur Lehre von den Beziehungen zwischen den Chorionzotten und deren Epithel zu dem mütterlichen Gewebe / von E. Gunsser.
- Gunsser, Eugen.
- Date:
- 1891
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Credit: Ueber einen Fall von Tubarschwangerschaft, ein Beitrag zur Lehre von den Beziehungen zwischen den Chorionzotten und deren Epithel zu dem mütterlichen Gewebe / von E. Gunsser. Source: Wellcome Collection.
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![Ektoderm bedeckt ist und nirgends eine andere Bedeckung hat, mit Ausnahme da, wo das Chorion laeve der Oberfläche der Decidua aufsitzt und wo das Ende der Zotten die Serotina berührt. Die Decidua be- kleidet jedoch die Zotten immer nur in dem Sinne, wie die Kleider den Körper bedecken. Ich glaube, dass der eben formulirte Satz für jedes Chorion zu jeder Periode gilt.“ Man sieht aus dieser Zusammenstellung, dass die Meinungen der Autoren über die epitheliale Bedeckung sehr weit auseinander gehen. Nach meinen Untersuchungen haben die Chorionzotten zu einer bestimmten Zeit zweifellos ein doppeltes Epithel, dessen äussere Lage von dem mütterlichen Organismus stammt. Wo das Ei sich inserirt, geht das Uterin-, resp. Tubarepithel Wucherungen ein und überzieht alsdann die Oberfläche der anliegenden, bereits mit Epithel bedeckten Chorionzotten mit einer zweiten Epithellage. Referate. Abelmann, M., Ueber die Ausnutzung der Nahrungsstoffe nach Pankreasexstirpation, mit besonderer Berück- sichtigung der Lehre von der Fettresorption. Inaug.- Diss. Dorpat 1890. Die vorliegende Arbeit, unter Minkowski’s Leitung im Labora- torium der med. Klinik zu Strassburg ausgeführt, enthält die Resultate einer Reihe sehr exacter Stoflwechselversuche, welche an Hunden nach Exstirpation des Pankreas vorgenommen wurden. Es zeigte sich, dass die Eiweissstofie, wenn auch unvollkommen, zur Resorption gelangten; die Ausnutzung betrug ca. 44®/o. Gleichzeitige Darreichung von Schweinepankreas erhöhte die Ziffer auf 74—78 ®/o. Von Araylaceen blieben 20—40o/o unausgenützt. Die Hauptwirkung der Pankreasverdauung betrifft Assimilation der Fette: bei totaler Exstir- pation erscheint das gesammte eingenommene Fett im Kothe wieder; die Thiere leiden an Steatorrhoe. Die Spaltung der Fette geht trotzdem, wahrscheinlich unter dem Einfluss von Bakterien, zu 30—85o/o vor sich. Ob die Fette in Emulsion oder in Masse gegeben wurden, war gleich- gültig. Dagegen wurden aus der Milch 30—53 V« der Fette aufgenommen. Wurde der Nahrung Schweinepankreas beigefügt, so stieg die Ausnutzung der Fette bis auf 72 ö/^. Die Discussion der verschiedenen Lehren von der Fettresorption ist im Original nachzusehen. Eis (.Leipzig). Klemperer, G., Untersuchungen über Stoffwechsel und Er- nährung in Krankheiten. [Aus der I. med. Klinik des Herrn Geh. Rath Prof. Dr. Leyden.] (Zeitschr. f. klin. Med., Bd. XVI, 1890, S. 550.) ’ ’](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22456120_0013.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)