Die Störungen des Farbensinnes : ihre klinische Bedeutung und ihre Diagnose / von Hans Köllner.
- Köllner, Hans, 1881-
- Date:
- 1912
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Credit: Die Störungen des Farbensinnes : ihre klinische Bedeutung und ihre Diagnose / von Hans Köllner. Source: Wellcome Collection.
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![Übersehen will. Und je größer ein zentrales Skotom ist, je weiter es nach der Peripherie reicht, desto größer muß man die farbigen Quadrate wählen, die es nachweisen sollen. Bei peripheren Einengungen ist eine Objektgröße von 20 mm nicht zu vermeiden (event. sind die lichtstarken Objekte elektrischer Perimeter ratsam s. u.). Die Farbe derObjekte. Zur Perimeteruntersuchung genügen im allgemeinen zur Orientiereng in der Tat die gebräuch- lichen 4 Farbentöne: Rot, Gelb, Grün und Blau, zumal für die Ge- sichtsfeldperipherie. Für das foveale Sehen, wo höhere Anforde- rungen gestellt werden können, besitzt man ja die verschiedenen Arten der Farbensinnprüfung als viel besseren Ersatz. Bleibt also im großen und ganzen nur für wissejischaftliche Untersuchungen eine Vermehrung der Farbentöne übrig und für einige Fälle von ganz beginnender Störung des Farbensinnes in der Nähe des Fixierpunktes, bei denen die Angaben der Beobachter bei der Untersuchung mit Rot, Gelb, Blau, Grün noch kein bestimmtes Urteil zulassen. Man benutzt zweckmäßig farbige Papiere oder Tuche, die allgemein zugänglich sind, um die Möglichkeit einer einigermaßen einheitlichen Untersuchung und Nachprüfung wenig- stens anzudeuten;! jedenfalls vermeide] man irgendwelche Farben- papiere aus einem obskuren Papierladen; auch Glanzpapiere sind unstatthaft. Von allgemein gebräuchlichen Farben seien hier empfohlen die H e i d e 1 - bergerPapiere, Heringschen Papiere^) und dieMarxschen Tuche2). Es Wäre einleuchtend, für die vier Farben Rot, Grün, Blau und Gelb diejenigen Töne zu wählen, welche ihren Ton in der Peripherie des Normalen nicht ändern, sondern direkt in Grau übergehen, die sogen, invariablen Farben (S. 25). Ole Bull, H e g g u. a. haben versucht, derartige Farben für die klinische Untersuchung einzuführen. Allein man opfert doch besser diese Übereinstimmung der Farben praktischen Gründen. Ganz abge- sehen davon, daß die 4 Töne nur bei bestimmter Beleuchtung invariabel sind, erfordert es eine große Übung, anzugeben, in welchem Moment eine Farbe, die nur an Sättigung zunimmt, nun wirklich als Farbe erscheint. Leichter wird dagegen oft eine Tonänderung der farbigen Objekte erkannt und daher sicherer der Moment an- gegeben, wenn z. B. ein Gelb über Orange nunmehr Rot gesehen wird. Deswegen ist ein gelbliches (spektrales) Rot dem unver- änderlichen Purpurrot vorzuziehen. Für Grün gilt dasselbe; 1) S. Anmerkung S. 361. 2) In optischen Handlungen erhältlich.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287570_0404.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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