Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln.
- Theodor Meyer-Steineg
- Date:
- 1912
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Credit: Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ebenso seine besondere Verwendungsweise hatte, wie die ver- schiedenen Legierungen1). Sicherlich hat in der griechisch-römischen Kultur das Kupfer mit seinen Legierungen als Material für alle möglichen Geräte und so auch für ärztliche Instrumente die Hauptrolle gespielt. Das immerhin wird durch die zahlreichen Funde bewiesen und durch viele literarische Angaben gestützt. Der einzige Autor freilich, der sich m. W. etwas ausführlicher mit dem Material der ärztlichen Geräte beschäftigt, ist Oribasius. Dieser sagt an einer Stelle2), wo er von dem Stoffe handelt, aus dem man die ärztlichen »ögyava« herstellen solle, folgendes: „Es ist die Frage auf gestellt worden, ob man sie aus Bronce (yaXxog) oder Eisen verfertigen solle. Diejenigen, welche die Bronze dem Eisen vorziehen, sagen, daß die Bronze glatter, blanker und schwerer zum Rosten neigend sei (Xeiöxeqov, evtuveoxeqov, övouoxoxeqov) als Eisen. Die aber das Eisen der Bronze vorziehen, loben diesen Stoff wegen seiner Festigkeit (dvva/uig). Denn das Eisen ist fester, widerstandsfähiger und härter als die Bronze. Und es besteht Übereinstimmung darüber, daß das Eisen derber sei als die Bronze. Aber das Mehr an Festigkeit ist überflüssig, wenn es nicht seine Wirkung ent- falten kann. Bronzene Geräte sind also wohl geeignet, da sie blank sind und eine ausreichende Festigkeit besitzen. Das gleiche gilt aber auch für die eisernen. Aber wenn sie aus Bronze sind, dann soll man sie aus Schmiedebronze (gf iXaxov yaXxov) ver- fertigen. Denn die sogenannte Gußbronze (o yag yyxog foyo/UE- vog yalxog) ist leicht zermalmbar und leicht zerbrechlich [Ev&gvnxog xal EVQ7]xxog); und es ist der Gebrauch des Eisens dem der Gußbronze vorzuziehen. Aber man kann noch sagen, da das Eisen so schnell rostet, muß man es fortwährend und in geringen Zwischenräumen einfetten, um das Rosten zu verhüten.« Im übrigen wird auch bei andern Autoren häufiger beiläufig die Bronze als Material für ärztliche Geräte erwähnt3). Beispielsweise sagt b Blümner, H., Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern. Leipzig 1886, Bd. IV, S. 178. 2) Man beachte indessen, daß Oribasius (Ed. Bussemaker-Daremberg) an dieser Stelle (IV, 336 ff.) von den ogyava, d. h. Geräten spricht, womit nicht gerade die chirurgischen Instrumente, sondern alle möglichen ärztlichen Werkzeuge gemeint sind. 3) z. B. Cassius Felix (Ed. Rose) K. 19; 46. Oribas. IV, 473! H, 58; Celsus VII. K. 26, 1. Paulus VI, 21; 41.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880838_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)