Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln.
- Theodor Meyer-Steineg
- Date:
- 1912
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Credit: Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Die Zusammensetzung des antiken Instrumentariums. Wenn man das chirurgische Instrumentarium der Griechen und Römer betrachtet, so darf man dabei nicht vergessen, daß man es mit einer Epoche zu tun hat, die nicht viel weniger als ein Jahrtausend umspannt. Schon aus dieser Erwägung ergibt sich, daß man sich unter den «griechisch römischen Instrumenten« nicht einfach einheitliche Typen vorstellen darf; man wird vielmehr von vornherein damit rechnen müssen, daß auch die Technik dieser Werkzeuge mit der allgemeinen Entwicklung und den ver- schiedenen Wandlungen der Medizin in dieser Zeit entsprechende Veränderungen erfahren hat. In der Tat lassen auch schon die Grundsätze in der Ver- wendung ärztlicher Instrumente überhaupt eine deutliche Ent- wicklung erkennen. Die hippokratische Medizin stellt geradezu das Prinzip auf, mit möglichst wenigen und möglichst einfachen Hilfsmitteln möglichst viele und verschiedenartige Verrichtungen vorzunehmen. Das scheint damit zusammenzuhängen, daß der Hippokratische Arzt — wie das ja das Corpus zeigt — mit seiner Auffassung der Medizin als Kunst folgerichtig auch in der Be- schränkung der angewandten Mittel die Größe seines Könnens darzutun bemüht ist. Freilich vielleicht auch, indem er gleich- zeitig dem Stande der Technik Rechnung trägt. Jedenfalls ist in der Zusammensetzung des hippokratischen ärztlichen Instrumentariums der Grundsatz unverkennbar, sich möglichster Einfachheit zu befleißigen. Und so ist dieses auch trotz der doch recht zahlreichen verschiedenartigen Eingriffe, die damit vorgenommen wurden, nur mit den notwendigsten Typen ausgestattet. Charakteristisch ist dafür, daß neben dem Messer schlechthin (/mxaiglg) nur zwei besondere Formen davon angeführt werden, das bauchförmige [oxr}&oei.di]g), d. h. mit stark konvexer, breiter Klinge versehene und das spitzige (ötjvßstys)1).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880838_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)