Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln.
- Theodor Meyer-Steineg
- Date:
- 1912
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Credit: Chirurgische Instrumente des Altertums : ein Beitrag zur antiken Akiurgie / von Dr. Med. et Jur. Theod. Meyer-Steineg ... mit 8 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![schiedenen andren Verrichtungen, z. B. zum Lösen einer Atresia ani1), zu feinen Hautschnitten2), Punktion des Ascites3) usw. Sehr häufig wird neben dem Phlebotom und dem Katias zu den gleichen Eingriffen auch das Myrtenblattmesser oder das Polypenmesser4) gebraucht. Mit beiden seiner Form wie auch seiner Anwendungsweise nach identisch ist das Embryotom5) (ijußQvoTÖibtov); es ist nichts andres als ein großes myrtenblatt- förmiges Messer am langen Stiel. Es wird zum Anstechen des Kindsschädels benutzt, um bei unverhältnismäßig großem Kopf des Embryos, der eine normale Geburt unmöglich macht, den Schädel zu eröffnen und das Gehirn zu entleeren. Nebenbei dient es aber noch andren Zwecken, z. B. zum Spalten eines Vaginal- abscesses6) (Taf. IV, Fig. 6). Messer mit krummer Klinge. Bei dem krummen Messer kann die Schneide sowohl auf der konvexen wie auf der konkaven Seite sich befinden, wie schließ- lich auch auf beiden. Bei dem im Corp. Hipp,7) erwähnten krummen Messer (jua%a.iQioig roig xafxnvXoig eg äxpov /urj Xtrjv arevoTg) muß die Schneide auf der konvexen Seite gewesen sein, denn es wird dort zu einem Skarifikations-Schnitt verwandt. Ob dieses Instrument aber mit dem sog. Rabenschnabelmesser identisch ist, das bei späteren Autoren8) häufiger vorkommt, ist schwer zu entscheiden, da es zu den verschiedenartigsten Eingriffen benutzt b Ps. Galen XIV, 787. 2) Paul. Aeg. VI, 14; 22; 62. 3) Cael. Aurel, cliron. III, 8 (§ 133). 4) Paul. Aeg. VI, 25; Ps. Galen XIV, 786 »aidTjgä /avqoiv»]«; Aetius XVI, 146 nennt es das »lanzenförmige Instrument« (cf. oben S. 28, Anm. 6 u. S. 29, Anm. 1). 6) Soran. II, 63 (S. 366) setzt beide unmittelbar nebeneinander; ebenso Aetius XVI, S. 32 u. a. 6) Paul. Aeg. VI, 73. 7) Hippocr. (Kühn) I, 62. Das schon häufiger zitierte Akropolis-Relief zeigt zwei solcher »krummen« Messer; sie scheinen einschneidig zu sein, doch kann man nicht entscheiden, auf welcher Seite die Schneide sich befindet. 8) Oribas. III, 579 spricht von »to~ tov o/ullov xdgaxi«; Paul. Aeg. VI, 87 »o^vxögaxov o/ul/Uov«; Cels. VII, 19 »ferramentum, quod a similitudine corvum vocant«.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24880838_0040.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)