Zur Statistik und Aetiologie der amyloiden Entartung ... / geschrieben von Paul Hennings.
- Hennings, Paul (Paul Hermann), 1856-
- Date:
- [1878?]
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Credit: Zur Statistik und Aetiologie der amyloiden Entartung ... / geschrieben von Paul Hennings. Source: Wellcome Collection.
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![IO so liegt darin auch heute noch für Viele die richtige Formel. VVe auch Wagner1) bald darauf die vorzügliche Definition gab: »Die Krankheiten, in deren Gefolge die Speckentartung eintr sind fast stets solche, in denen langdauernde Eiterungen Weichtheilen oder Knochen, meist mit Entleerung des Eit nach aussen stattfanden; der Eiterherd ist zur Zeit c Todes meist noch in Fluss, selten ist er seit Jahren sch vollständig versiegt. Viel seltener findet sich Speckentartu ohne derartige Ursachen: als Folgekrankheit constitutionel Syphilis und als primäre, in Form des sogenannten Mort Brightii vorkommende Affection. Fälle letzterer Art kamen n ohne gleichzeitigen Eiterherd, nicht vor,« so hat doch ein grosser Theil der Forscher über Amyloidentartu bis auf die neueste Zeit, z. Th. sogar unter Nichtbeachtung o( Hintansetzung der notorisch häufigsten Ursachen, der destructiv Prozesse in Lungen und Knochensystem, die sogenannten Kachexi« nach Syphilis, Intermittens etc. vor Allem betont und in den V dergrund gestellt. So erwähnt Oppolzer 2) das Zusammentreffen von Am] Deg. mit Lungenschwindsucht garnicht, sondern giebt als praed ponirende Ursachen an : »Meistens Caries, andere Knochenleiden, Mercurial-, Syphi und Intermittenskachexie«. Vor Allen aber sind es die englischen Aerzte, wie Graing« Stewart, Budd u. A., die, gestützt, weniger auf genaue Sectio befunde, als auf ihre Beobachtungen am Krankenbett, über dei ev. Trüglichkeit wir schon gesprochen haben, der Syphilis, dem i controllirten Gebrauche des Quecksilbers — dem ja auch in (I Pathologie der Syphilis manches in die Schuhe geschoben wird u. s. w. noch immer den ersten Platz unter den zur amyloiden I generation praedisponirenden Krankheiten einräumen. Wenn F1 richs1) auch gegen die Beschuldigung der Mercurialkachexie beide zieht, so räumen doch sowohl er, wie Traube1), und r *) Archiv der Heilkunde II, 1861, pag. 482. ’) A%. Wiener med. Zeit. 1859, No. 46. 3) Klinik der Leberkrankh. II, 1861, pag. 174.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30574869_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


